Belohnt für die künstlerische Arbeit

Die Stadt Ulm fördert die Strado Compagnia Danza drei Jahre lang mit jeweils 50 000 Euro. Domenico Strazzeris Arbeit überzeugte die Tanz-Jury.

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Domenico Strazzeri, künstlerischer Leiter und Choreograf der Strado Compagnia Danza. Foto: Volkmar Könneke

"Lichtgestalten" hieß ein Stück der Strado Compagnia Danza, ein anderes "Perspektiven". An eine Zukunft dieses freien Ensembles glaubt auch die von der Stadt Ulm eingesetzte "Fachjury Tanz". Sie hat der Kulturverwaltung empfohlen, die Gruppe um den künstlerischen Leiter Domenico Strazzeri drei Jahre lang, von 2013 bis 2015, mit jeweils 50 000 Euro zu fördern. Der Kulturausschuss zeigte sich auch angetan und beschloss einstimmig, die Strado Compagnia Danza dementsprechend zu unterstützen.

So kommt Bewegung in die freie Tanzszene. Vor knapp einem Jahr hatten die Stadträte das Spielfeld abgesteckt. Mit 100 000 Euro pro Jahr wolle man künftig die Sparte Tanz fördern: einzelne Projekte, aber auch institutionell. Die Hälfte der Mittel bekommt nun die zuletzt vor allem mit ihren Produktionen im Stadthaus tanzende Strado Compagnia Danza: weil sie seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich in der Region präsent sei, weil sie sich stetig künstlerisch weiterentwickelt habe und weil sie eine positive Resonanz beim Publikum finde. Diese Fakten, so die Jury, habe es ihr relativ leicht gemacht, zu einem klaren Urteil zu kommen.

Planungssicherheit also für Domenico Strazzeri und sein Ensemble. Wobei die überregionale Fachjury (Bea Kießlinger, Claudia Bauer, Marco Wehr und Jochen Heckmann) der Strado Compagnia Danza den Rat mitgab, mit dem Geld nur maximal zwei Neuproduktionen auf die Beine zu stellen, auch das Repertoire zu pflegen und den Schritt in die Ferne zu wagen, zu Gastspielen. Zudem schlug die Jury vor, einen Teil der Finanzmittel auch in das Marketing und das Management des Ensembles zu stecken. Kein Zweifel: Diese Tanzcompagnie hat Potenzial.

Nur zwei Anträge hatten die Jury, die Kulturverwaltung und die Räte zu prüfen. Neben Strazzeri hatte sich noch Susanne Maier mit ihrem "Zyklus-Ensemble", das Orte und Plätze der Stadt mit poetischen Inszenierungen bespielt, um Mittel beworben - sie ging allerdings bei der Projektförderung leer aus. So hat die Kulturverwaltung in diesem Jahr noch Geld frei für besondere Tanz-Projekte.

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