Bei nächtlichem Ausgang ohne brennende Laterne drohte Verhaftung

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Polizeiverordnungen bilden ein eigenes Kapitel im Adressbuch 1812. Sie deuten die damals aktuellen Probleme an.

Fremde mussten beim Betreten der Stadt den Pass abgeben und sich polizeilich melden. Wollten sie länger als 14 Tage bleiben, brauchten sie einen polizeilichen Erlaubnisschein.

Nachts nach 10 Uhr musste auf der Straße jeder eine Laterne mit brennendem Licht mit sich führen, sonst wurde er verhaftet. Es gab damals noch keine Straßenbeleuchtung.

Tempolimit: 15 Gulden Strafe drohten Reitenden, die schneller als im Schritt, und Fahrenden, die "schärfer als im kurzen Trott" in der Stadt unterwegs waren sowie Reitenden und Fahrenden, die schneller als im Schritttempo ums Eck fuhren. Kutscher mussten in der Mitte der Straße fahren; Überholversuche kosteten zehn Gulden. Auf den Spazierwegen um die Stadt war das Reiten verboten.

Tabakrauchen auf Straßen und Plätzen in der Stadt sowie auf den Promenaden war verboten. Widrigenfalls drohten die Beschlagnahme der Pfeife und drei Gulden Strafe.

Das Ausgießen von Flüssigkeiten aller Art aus den zur Straße gelegenen Fenstern war bei fünf Gulden Strafe verboten. Zehn Gulden zahlte, wer "Nachtwasser" (Urin) aus dem Fenster leerte. Hinzu kamen die Regressansprüche der Opfer.

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