Baurecht für Gaskraftwerk der Stadtwerke

Ab Freitag, 4. Dezember, besteht Baurecht für das von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk auf dem ehemaligen Fliegerhorst bei Leipheim.

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Wie das Landratsamt Günzburg mitteilt, tritt nämlich am Freitag der entsprechende Bebauungsplan in Kraft. Seitens der Stadtwerke heißt es, man freue sich, "dass das Vorhaben einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen ist". Konkrete Baupläne gebe es derzeit allerdings nicht, weil sich das Vorhaben nach wie vor nicht lohnen würde.

Wie berichtet, planen die SWU auf dem "Areal Pro" getauften Gelände ein gasbetriebenes Reservekraftwerk mit einer elektrischen Nettoleistung von 1200 Megawatt zu errichten, um nach Abschaltung des Atomkraftwerks Gundremmingen genügend Strom für die Region bereitstellen zu können. Im ersten Schritt soll ein Gaskraftwerk entstehen, später kann eine Dampfturbine dazukommen. Der Kraftwerksstandort umfasst 18,5 Hektar und befindet sich auf den Gemarkungen von Bubesheim und Leipheim. Der Zweckverband für die Entwicklung des Fliegerhorstes und die SWU Energie GmbH haben 2011 neben einem städtebaulichen Vertrag auch einen Optionsvertrag zum Kauf des Grundstückes geschlossen. Der Zweckverband hatte 2012 den Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren gefasst, der Satzungsbeschluss erfolgte im Juni.

Eine Entscheidung für die Investition werden die SWU erst treffen, wenn sich die ungünstigen Rahmenbedingungen für die konventionelle Stromerzeugung bessern, sagt Unternehmenssprecher Bernd Jünke. Derzeit würden Gaskraftwerke überall rote Zahlen schreiben, besonders Neubauten. Komme es zur diskutierten Reform des Erzeugungsmarktes, könnten die SWU ihre weit gediehenen Pläne fix umsetzen.

Es gibt aber, wie berichtet, ein nahezu identisches Konkurrenzprojekt einer Schweizer Firma und des Stromkonzerns RWE. Deren Gas-Kraftwerk soll neben dem AKW Gundremmingen entstehen.

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Kommentare

04.12.2015 10:59 Uhr

Vernebelung

Unglaublich, dass es Gemeinden gibt, die für erhöhte Gewerbesteuereinnahmen die Lebensqualität ihrer Bürger verkaufen. Ein Gasdampfkraftwerk würde im Herbst die gesamte Region vernebeln.

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