Bauprojekte in Neu-Ulm bewirken markante städtebauliche Veränderungen

Die Neu-Ulmer Innenstadt entlang der Donau verändert sich nicht nur punktuell – sie wird in großem Stil umgebaut. Mehrere Projekte tragen dazu bei: Konzertsaal, Wohnen am Jahnufer, Sparkassenneubau.

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Überall Baustellen in Neu-Ulm: auf der Insel (unten), am Jahnufer (darüber) und an der Konzertsaalecke (oberhalb des Donaucenters).  Foto: 

Es staubt, es kracht. Hier wird gerade die Baugrube ausgehoben, dort der Rohbau hochgezogen. Der sich anbahnende Wandel ist nicht mehr zu übersehen in der Neu-Ulmer Innenstadt.

Konzertsaal: „Wir sind die ersten, die fertig sind“, kündigte Prof. Heinz Nelskamp, Projektsteuerer des Konzertsaal-Neubaus, an. Man liege im Zeitplan, der Rohbau werde Ende Oktober fertiggestellt sein, Mitte 2014 der komplette Bau. Dann kann auch die von Gastronomin Karin Eck betriebene Traditionsgaststätte Konzertsaal, die interimsweise im „Schiff“ unterkam, wieder einziehen. Angedachter Termin für die Eröffnung des Cafés – samt Biergarten und Nebenraum für Veranstaltungen – ist der 1. Juli. Über dem Konzertsaal entstehen Wohnungen, 37 an der Zahl, und 3 Gewerbeeinheiten. Die meisten sind verkauft, frei sind nur noch 13 Wohnungen und eine gewerbliche Fläche. In einer zweigeschossigen Tiefgarage entstehen laut Nelskamp „ausreichend Stellplätze“ – mehr als 40, sagt er. Deren Anzahl übersteige jedenfalls die der Wohn- und Gewerbeeinheiten. In dem Wohngebiet entspannt sich die Parkplatzsituation künftig auf den öffentlichen Straßen, sagte der Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg am Rande eines Stadtspaziergangs mit Bürgern und Vertretern der Investoren. Zumal der Konzertsaal vorher überhaupt keine Garagen gehabt habe und das Braun-Areal (siehe Info-Kasten) nur eine nicht für alle Bewohner ausreichende.

Wohnen am Jahnufer: Für das aufwendige Projekt am Donauufer, das das ehemalige Proviantmagazin der Bundesfestung einbezieht – sprich: auf und um alte, denkmalgeschützte Mauern eine Wohnsiedlung setzt – begann die Rohbauphase gerade. Wobei Rohbau in diesem Fall nicht bedeutet, dass schon Mauern hochgezogen würden. Rohbau heißt bei dieser speziellen Verbindung von Alt und Neu zunächst, die alte Substanz vorzubereiten. Die historischen Mauern können die Last neuer Gebäudeteile nicht tragen, weshalb zur Zeit Stelzen errichtet werden, so genannte Mikropfähle. „Die 55 Stützen sind nachher unsichtbar“, sagt Projektleiter Oliver Stock. Das neue Gebäude werde wenige Zentimeter über dem Proviantmagazin „schweben“. Im Frühjahr 2015 soll der kostspielige Wohn- und Gewerbekomplex fertig sein. 60 Prozent der Wohnungen sind laut Stock bereits verkauft, dies „quer durch alle Preislagen“. Die Spanne reicht von 3500 Euro pro Quadratmeter bis 6800. Für die 125 Wohnungen am Jahnufer sind 150 Tiefgaragenplätze eingeplant. Stock: „Dahinter steht die Annahme: Leute mit Penthouse-Wohnung haben mehr als ein Auto.“

Sparkasse: Für das Bauvorhaben auf der Insel wird gerade die Baugrube ausgehoben. In den nächsten Wochen wird die Anliegerstraße wegen des Baus der Tiefgarage etwas nach Norden verlegt – und später wieder zurück, berichtet Oberbauleiter Dieter Schulz. Radweg- und Fußweg Richtung Ulm bleiben indes während der ganzen Bauzeit gesperrt – also voraussichtlich bis Frühjahr 2015.

Kommentar Stadtentwicklung: Gutes Zeichen für das Zentrum

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