Bau der Hochschule Ulm im Landes-Etat 2016/17 verankert

Wann die Bagger anrücken, um das Bauloch für das neue Gebäude der Hochschule Ulm auszuheben, ist nicht bekannt. Die Weichen für den Neubau sind aber gestellt, die Baukosten stehen im Landesetat 2016/17.

|
Vier Männer, ein Plan: Wilmut Lindenthal, Martin Rivoir, Achim Bubenzer und Volker Reuter wollen den Hochschul-Neubau in der Wissenschaftsstadt zeitnah und energietechnisch auf dem neuesten Stand realisieren.  Foto: 
Schon mehrmals haben sie sich zu dritt auf dem Oberen Eselsberg getroffen, genauer: vor der Hochschule Ulm an der Albert-Einstein-Allee. Das Trio bestand aus Rektor Achim Bubenzer, Wilmuth Lindenthal vom Ulmer Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg sowie dem Ulmer SPD-Landtagsabgeordneten Martin Rivoir. Und immer ging es darum, den Standort der Hochschule an dieser Stelle, in der Wissenschaftsstadt, zu vergrößern und dafür den maroden Altbau in Böfingen aufzugeben.

Am Montag gab es wieder einen Vorort-Termin – das Trio hatte sich jedoch zu einem Quartett gemausert. Und diesen vierten Mann, einen gewissen Prof. Volker Reuter, dürfte Rivoirs Nachricht, dass die Kosten für den Neubau im Landesetat 2016/17 enthalten sind, erfreut haben. Reuter ist seit der Rektorenwahl Ende April designierter Nachfolger Bubenzers und schon aus Gründen der Synergie an der Konzentration auf zwei Standorte interessiert.

Reuter gibt allerdings zweierlei zu bedenken: dass erstens die „Vision eines energieflexiblen Gebäudes“ die Hochschule und die Planer von der Zeit sowie von den Kosten her unter Druck setzt. Energieflexibel heißt: Der Bau soll Energie aufnehmen und abgeben und damit eine Vorbildfunktion erfüllen, ergänzt Bubenzer. Schließlich zieht der Studiengang Energietechnik dort ein, weniger als ein hochinnovatives Gebäude wäre nach außen kaum vermittelbar. Und zweitens dürfte die Straßenbahn, die künftig durch die Einstein-Allee führt, zu einem Kostenanstieg beitragen. „Wir müssen so bauen, dass die Messgeräte im Labor erschütterungsfrei arbeiten können“, forderte Reuter.

Die Kosten selber? Die hatten sich ursprünglich auf 25 Millionen Euro belaufen – für 4200 Quadratmeter. Die Nutzfläche ist aber um ein Viertel angewachsen, was sich entsprechend auf die Kosten niederschlagen dürfte, wie Lindenthal schätzt. Auf deutlich über 30 Millionen Euro wird das Gebäude kommen, das entgegen der bisherigen Planung nicht entlang der Einstein-Allee, sondern in der Nord-Süd-Achse verläuft. „Wir wollen damit einen Campus-Charakter schaffen“, erklärt der Leiter des Ulmer Amts für Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Denn die Zahl der Hochschul-Studenten am Oberen Eselsberg dürfte sich von 1000 auf 2000 verdoppeln, wenn die Studiengänge Energietechnik und Elektrotechnik hinzukommen. Sollte die Hochschule noch weitere Bauten benötigen, sagte Lindenthal, stelle das kein Problem dar. „Es gibt genügend Platz.“

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Stellenabbau: Bittere Pille für Ratiopharm

Der Mutterkonzern Teva streicht weltweit 14.000 Stellen. Es bleibt vorerst offen, inwieweit Ulm betroffen ist. weiter lesen