Basti Bund als Interpret und Komponist im Mittelpunkt

Großes Wochenende für Basti Bund: Er spielt die „Rhapsody in Blue“, seine 2. Sinfonie wird uraufgeführt, auch sein Musical „Der kleine Prinz“ ist zu sehen.

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Hat Gershwin geübt bis zur Kapselentzündung: Basti Bund.  Foto: 

Am Samstag stehen Sie im Scharff-Haus mit dem Sinfonieorchester des Orchestervereins Ulm/Neu-Ulm gleich doppelt im Mittelpunkt: als Solist von Gershwins „Rhapsody in Blue“ und als Komponist Ihrer Sinfonie „Paper Moon“. Wovor haben Sie mehr Muffensausen?
BASTI BUND: Vor der Rhapsody! Die ist schon wahnsinnig schwer, und als Interpret steht man noch mehr im Vordergrund.

Sie sind ja kein diplomierter Konzertpianist…
BUND: …stimmt, aber Klavierspielen kann ich trotzdem (lacht). Ich habe in den vergangenen Wochen geübt bis zur Kapselentzündung. Das Stück macht irre Spaß, ist eine tolle Herausforderung, pianistisch und für ein Liebhaberorchester.

Wie  ist es zu Ihrer 2. Sinfonie „Paper Moon“ gekommen?
BUND: Nach meinem ersten „Lilli Langohr“-Musical hat mich der Geiger Stefan Hatvani, der Konzertmeister des Orchestervereins, gefragt, ob ich nicht mal was Größeres schreiben könnte. Das hab ich dann gemacht – allerdings war das dann von der Besetzung her zu groß, wie Dirigent Michael Eberhardt gesagt hat. Bei einem wunderschönen Urlaub in der Bretagne habe ich das Foto eines Papiermondes gesehen, das hatte eine so krasse, intensive Stimmung, dass es mich unmittelbar zu einem neuen Werk inspiriert hat.

Sinfonie klingt ambitioniert – was erwartet die Zuhörer?
BUND: Ich verwende das Wort Sinfonia nicht streng formal, sondern in seiner ursprünglichen griechischen Bedeutung: Zusammenklang. Es ist ein fünfsätziges, 45-minütiges Werk. Wie meine anderen Werke ist es tonal, die Stimmung ist sommerlich. Es geht ums Glücklichsein – ich mag es, wenn Menschen beim Musikhören Freude empfinden.

Am Sonntag steht gleich ein weiterer Höhepunkt an, eine Aufführung von „Der kleine Prinz“ im CCU. Ist Ihr Musical ein Erfolg?
BUND: Es läuft ziemlich gut! Die Rückmeldungen sind sehr positiv, es sind viele weitere Aufführungen angefragt, und das Aufführungsmaterial erscheint jetzt im renommierten Stuttgarter Carus-Verlag. Die Aufführung am Sonntag im CCU ist aber etwas ganz Besonderes: Es ist die erste Aufführung mit kompletter Live-Besetzung, also mit vier Solisten, Chor und Orchester.

Was ist Ihr nächstes Werk?
BUND: Ich habe die Festmusik für die Stadt Ulm geschrieben, für Blechbläser und Schlagwerk. Sie wird am Schwörmontag beim großen Empfang von der Stadtkapelle uraufgeführt.

Und was komponieren Sie derzeit?
BUND: Im Herbst wird meine Ballettmusik „Alice im Wunderland“ am Nordharzer Städtebundtheater uraufgeführt. Im nächsten Frühjahr kommt dann mein Musical „O wie schön ist Panama“ nach Janosch heraus. Außerdem sitze ich an einem Klavierkonzert für das Kammerorchester Riedlingen und an einem Streichquartett.

Info
Das Frühjahrskonzert des Orchestervereins Ulm/Neu-Ulm mit Musik von Elgar, Gershwin und Bund findet am Samstag, 20 Uhr, im Edwin-Scharff-Haus statt. „Der kleine Prinz“ wird am Sonntag, 15 Uhr, im CCU von Solisten, Ulmer Spatzen und Kammersinfonie aufgeführt.

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