Basketballer können planen

Erster Schritt für ein Sportzentrum am Donauufer: Die Neu-Ulmer Stadträte haben den Basketballern die Option auf ein Grundstück eingeräumt. Die können nun in die Planung und Geldbeschaffung einsteigen.

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Grundsätzlich hatte sich der Neu-Ulmer Stadtrat schon in einer Klausur für einen Basketball-Campus auf dem Areal des alten Donaubads an der Donau ausgesprochen. Jetzt ist auch formal die erste Weiche dafür gestellt worden. Der Verein Basketball Ulm/Neu-Ulm, der das Sportzentrum bauen will, erhält eine Option für ein Erbbaurecht auf dem Gelände. Das hat der Finanzausschuss des Neu-Ulmer Stadtrats gegen die Stimmen der FDP entschieden.

Das knapp zwei Hektar große Grundstück gehört den Städten Ulm (75 Prozent) und Neu-Ulm (25 Prozent) und soll auch in deren Eigentum bleiben. Die Ulmer werden nach der Sommerpause nachziehen und den Basketballern ebenfalls diese Option erteilen, sagte der Neu-Ulmer Kämmerer Berthold Stier. Neu-Ulm mache den Anfang, um ein Signal zu setzen: "Die Basketballer sollen nicht mehr monatelang in der Luft hängen."

Da der Verein nun das Grundstück in Aussicht hat, kann er in die konkrete Planung einsteigen und bei verschiedenen Sponsoren und bei den Verbänden um Geld für die Finanzierung des auf rund 11,5 Millionen Euro geschätzten Projekts werben. Auch die beiden Städte sollen sich mit Zuschüssen beteiligen. Die Basketballer erhalten das Grundstück nicht kostenlos: Sie müssen Pacht bezahlen. Die Höhe ist noch offen.

Auf dem Gelände sollen nach bisherigen Plänen drei Trainingshallen sowie Gebäude für Verwaltung, Fitness und Unterbringung der Sportler entstehen. Außerdem sind frei zugängliche Außenspielfelder geplant. Der Verein setzt an diesem Standort vor allem auf Jugendliche, wie die Basketball-Verantwortlichen Dr. Thomas Stoll und Andreas Oettel in ihrem Antrag an den OB mitgeteilt haben. Derzeit spielten im Verein rund 400 Kinder und Jugendliche Basketball. "Die Kapazitäten sind seit Jahren erschöpft, so dass wir in fast allen Altersklassen keine neuen Kinder und Jugendlichen mehr aufnehmen können."

Die meisten Stadträte reagierten begeistert auf die Pläne. "Wir können stolz sein, dass sich die Basketballer für diesen Standort entschieden haben", sagte Johannes Stingl (CSU). Albert Obert (PRO) meint: "Die Kletterhalle war ein großer Erfolg, das Basketball-Zentrum wird es auch." Die SPD freut sich ebenfalls, wenngleich sie noch leichte Bedenken hinsichtlich der Finanzierung hat. "Das ist ein sehr, sehr ehrgeiziges Projekt", sagte Antje Esser. Stadträte aller Fraktionen betonten, die Pläne der Basketballer dürften die Existenz der benachbarten DLRG nicht gefährden (siehe Info-Kasten). Die FDP ist mit dem Standort nicht einverstanden. Sie hätte den Basketball-Campus lieber im Wiley gegenüber der Ratiopharm-Arena.

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