Basketballer Bryant hat jetzt ein Münster-Tattoo

John Bryant von Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat sich das Münster auf den Rücken tätowieren lassen. Ein Bekenntnis, dass er in der Stadt und im Team bleibt?

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Seine Erfolge im Überblick: Sowohl 2011 als auch 2012 wurde er zum besten Rebounder (10,9 bzw. 9,4 Rebounds pro Spiel) und zum effektivsten Spieler der Beko BBL (20,9 bzw. 20,4 Punkte pro Spiel) gekürt. ...  Foto: 
Es ist eindeutig die Kontur des  Ulmer Münsters . Sie prangt auf dem Rücken von Basketball-Riese John Bryant – in Form eines kleinen Tattoos zwischen den Schulterblättern. Darunter die Trikotnummer 54. Omar Samhan, Mannschaftskollege und ebenfalls Center bei Ratiopharm Ulm hat die Bilder bei Facebook gepostet.
 
Pressesprecher Martin Fünkele bestätigt: „Das Tattoo ist echt.“ Aber ist das ein Bekenntnis? Ist die Tätowierung ein Hinweis, dass Bryant auch nächste Saison für Ulm spielen wird? Fünkele sagt: „Über die Zukunft können wir noch nicht reden.“ Die Entscheidung, wo Bryant nächste Saison auflaufen wird, sei ein Prozess. Bryants Verbleib bei Ratiopharm, wo er seit drei Jahren wichtiger Leistungsträger ist: trotz des Münster-Tattoos nicht sicher. Laut spanischen Medien soll der FC Barcelona Interesse haben, in der Bundesliga gelten die finanzstarken Vereine Bamberg, Bayern und Berlin als mögliche neue Arbeitgeber.
 
Aber auch, wenn noch nichts entschieden ist, hat der Verein Bryants Tattoo offenbar positiv aufgenommen. Fünkele sagt: „Klar freuen wir uns.“ Immerhin trage Bryant das Wahrzeichen Ulms für immer auf seiner Haut. Und da stellt sich die Frage: Kann sich Bryant mit dem Münster auf dem Rücken überhaupt noch bei anderen Vereinen sehen lassen? Oder kann das Tattoo auch für die Kirche einer anderen Stadt gehalten werden?
 
Sicher, die Tätowierung geht mit viel Glück vielleicht auch als Kölner Dom durch oder als Freiburger Münster. Aber diese beiden Städte sind in der Basketball-Bundesliga schon mal nicht vertreten. Hier besteht also keine Wechselgefahr. Anders verhält es sich mit Bamberg, Berlin und München. Sie können Bryant starke Mannschaften und viel Geld bieten. Aber keine großen Kirchen, die seinem Tattoo ähnlich sehen: Der Bamberger Dom hat vier Türme, der Berliner Dom hat eine Kuppelkonstruktion als Dach und der Münchener Dom, auch Frauenkirche genannt, hat zwei Türme mit Hauben-Dach. Und Barcelona passt auch nicht zum Tattoo: Die Basilika „Sagrada Família” hat eine Vielzahl an Türmen. Am Ende müsste sich Bryant noch eine weitere Kirche auf den Rücken tätowieren lassen, um sich bei seinem neuen Verein zu integrieren.
 
Fazit: Bryant sollte Ratiopharm treu bleiben. Das Münster gehört nach Ulm – auch das auf seinem Rücken.
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