Bahn baut in Ulm Tunnel für die Neubaustrecke nach Stuttgart

Im März starten die Bauarbeiten für den Bahntunnel zwischen Dornstadt und Ulm. Die Arbeiten für die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm dauern fünfeinhalb Jahre. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Bauprojekt

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  • So etwa wird es aussehen, wenn der Bahn-Tunnel zwischen Ulm und Dornstadt gegraben wird. Das Foto entstand im Tunnel Kulch in Bayern. Foto: DB Systel GmbH 1/4
    So etwa wird es aussehen, wenn der Bahn-Tunnel zwischen Ulm und Dornstadt gegraben wird. Das Foto entstand im Tunnel Kulch in Bayern. Foto: DB Systel GmbH
  • Der Albabstiegstunnel beginnt südlich der Autobahn vor der Rommelkaserne. 2/4
    Der Albabstiegstunnel beginnt südlich der Autobahn vor der Rommelkaserne. Foto: 
  • Die Röhren des Tunnels liegen zwischen 6,5 und 70 Metern tief unter der Erde. 3/4
    Die Röhren des Tunnels liegen zwischen 6,5 und 70 Metern tief unter der Erde. Foto: 
  • Im 5,9 Kilometer langen Tunnel werden die Züge 90 Höhenmeter überwinden. 4/4
    Im 5,9 Kilometer langen Tunnel werden die Züge 90 Höhenmeter überwinden. Foto: 
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Warum baut die Bahn den Tunnel?
Der sogenannte "Albabstiegstunnel" ist Teil der Neubaustrecke Wendlingen - Ulm. Diese hängt wiederum eng mit dem Projekt Stuttgart 21 zusammen, auch wenn beide Projekte getrennt finanziert werden. Die Neubaustrecke soll die Fahrtzeit von Ulm nach Stuttgart nach Angaben der Bahn auf 28 Minuten reduzieren. Bislang braucht der Zug für diese Strecke 58 Minuten. Weitere Informationen zum Planfeststellungsabschnitt 2.4 (Albabstiegstunnel) finden Sie auf der Seite des Bahnhprojekts Stuttgart - Ulm.

Wann beginnen die Bauarbeiten?
Nach Angaben des Teilprojektleiters bei der DB Projektbau, Stefan Kielbassa, sollen die Arbeiten im März 2014 beginnen. Das Graben des Tunnels selbst soll Ende April oder Anfang Mai beginnen.Von da an arbeitet die Bahn 30 Monate lang sieben Tage die Woche rund um die Uhr. 

Wo genau baut die Bahn?
Es gibt zwei Baustellen: eine im Lerchenfeld nahe der Rommelkaserne und eine im Lehrer Tal (siehe Bilder zum Artikel). 

Was kostet der Tunnel? 
Das Volumen des Auftrags beträgt nach Angaben der Bahn 250 Millionen Euro. 

Wie lange dauern die Bauarbeiten?
Die Rohbauarbeiten sollen 2018 beendet sein. Anschließend startet der Innenausbau, der nur vom Lerchenfelder Tunnelportal aus angegangen wird. Er soll sich etwa zwei Jahre lang hinziehen. Das letzte Jahr vor Inbetriebnahme Ende 2021 sei dann noch der Betriebsprüfung vorbehalten.

Wie lässt die Bahn den Tunnel bauen?
Anders als die großen Tunnel durch die Alpen wird der Albabstiegstunnel nicht mit riesigen Maschinen gebohrt. Sondern Bagger graben, weil das im Juragestein praktikabler und wohl auch wirtschaftlicher ist, das Material aus. Wo nötig, werden ein bis zwei Meter große Scheiben aus dem Fels herausgesprengt. Nach jedem Stück wird sofort die äußere Hülle in Spritzbetonweise erstellt. Im Tunnel werden die Züge 90 Höhenmeter überwinden. Er setzt sich aus zwei eingleisigen Röhren zusammen, die alle 500 Meter mittels Notfallröhren miteinander verbunden werden. Die Röhren liegen zwischen 6,5 und 70 Meter unter der Erdoberfläche.

Besteht Gefahr für mein Haus, wenn ich in der Nähe des Tunnels wohne?
Das lässt sich nicht ausschließen. Alle Grundstücks- und Hauseigentümer jeweils 50 Meter links und rechts der Röhren sind nach Angaben der Bahn informiert. Nahezu alle Immobilien in dem Bereich seien mittlerweile beweisgesichert. Das heißt: Ihr aktueller Zustand wurde dokumentiert, um ihn mit möglichen später auftretenden Schäden vergleichen zu können. Projektleiter Stefan Kielbassa sagte der SÜDWEST PRESSE: "Sollten Schäden auftreten, haftet dafür natürlich der Verursacher, also die Bahn." 


Was bedeuten die Bauarbeiten für den Verkehr?
Im Lehrer Tal entsteht ein Zwischenlager fürs Gestein, das von dort aus in täglich (außer sonntags) 30 Fuhren über den Berliner Ring nach Norden und 60 Fuhren über den Berliner Ring in die Steinbrüche nach Blaustein und Schelklingen abgefahren wird. Insgesamt werden von beiden Baustellen täglich 115 Laster mit Geröll unterwegs sein. 

Wer sind die Baufirmen?
Die Federführung für die Bauarbeiten hat die Firma Züblin in Stuttgart. Co-Partner ist die Firma Max Bögl mit Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz. Beide Firmen gelten als renommiert und sind durch ihre Projekte auch hier bekannt. Bögl hat in Neu-Ulm die Multifunktionshalle gebaut und wird sie 20 Jahre lang betreiben. Züblin war federführend beim Bahn-Projekt NU 21 dabei. 

Was verändert sich im Lehrer Tal?
Dort entsteht ein Container-Dorf, für die 200 bis 220 Arbeiter und für das 60- bis 80-köpfige Planer- und Bauorganisations-Personal.

Lesen Sie hier in Tweets nach, was Projektabschnittsleiter Stefan Kielbassa am Mittwochabend in der Eselsberghalle vorgetragen hat.

 
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Kommentare

25.10.2013 00:52 Uhr

zum Brandschutz

"(...) Unklar ist ebenfalls, ob im Fildertunnel die im vorgeschriebenen Abstand von 500 Meter vorgesehenen Rettungsstollen genügen, um die sichere Entfluchtung im Brandfall zu gewährleisten. Die projektkritischen Ingenieure 22 verneinen dies.

"Die Räum- und Fluchtzeiten aus einem brennenden, stecken gebliebenen Zug dauern mit mehr als 25 bis über 30 Minuten viel zu lange.

Der Rauch breitet sich bis zum nächstgelegenen Rettungsstollen in nur 11 Minuten aus", rechnet der pensionierte Ingenieur Hans Heydemann von den Ingenieuren 22 vor. Die heiße Rauch- und Qualmwolke werde sich anfangs in der engen Tunnelröhre um den Brandherd herum längs in beide Tunnelrichtungen ausbreiten und dabei den betroffenen Tunnelabschnitt mit dem verunglückten Zug vollständig verrauchen. (...)"

http://www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/132/angebrannt-1773.html
....

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24.10.2013 23:16 Uhr

S21 - eine bahnbrechende Errungenschaft?

Zur Erforschung der Wahrheit bedarf es notwendig der Methode, siehe

http://www.wikireal.info/wiki/Stuttgart_21/Leistung

Die jetzige Generation, die sich so vehement dagegen stellt, hat wohl ihre Gründe, sowohl sachlich und fachlich wohl begründet als auch aus bloßen Erfahrungswerten. Leuchtende Beispiele von weiterer purer Steuergeldverschwendung sind der Flughafen BER und die Elbphilharmonie sowie neuerdings die Auswüchse im Bistum Limburg.
Profitieren tun schon jetzt Teile der gegenwärtigen Generation, aber fast ausschließlich eine stattliche Ansammlung von Profitgeiern, Immobilienhaien und Baulöwen. S21 - von wenig verkehrlichem Nutzen - wird einen Schuldenberg für die kommende Generation hinterlassen und das wollen wir doch sicherlich nicht - oder?

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24.10.2013 19:14 Uhr

Vogel Strauß

Wer zu oft den Kopf in den Sand steckt, um das Übel der Erkenntnis zu vermeiden, das uns seit Adams und Evas Apfelorgie leider gegegeben wurde, wird trotzdem nicht zwingend im Paradies enden.
Das Verhältnis von Körpergröße zu Hirnmasse erklärt zumindest beim Vogel Strauß diese Eigenart.

Erkenntnis, dass wir verarscht werden. Vom Tag der Geburt bis zum Pathologie-Tisch.

Die permanente Indoktrination, dass Geld die Welt regiert und das Individuum nichts daran ändern könne und deshalb alles akzeptieren müsse, ist so eine Verarschung.

Glauben wir es, wird es wahr.
Stellen wir diese Aussage in Frage, erkennen wir unsere Macht.
Vor allem, wenn Individuen sich zu Massen vereinigen.
Dann kann keine Regierung, kein Konzern und kein Militär diese Entwicklung aufhalten, ohne das Gesicht und damit ihre vorgeschobene demokratische Legalität zu verlieren.
Es wird immer Feiglinge geben, die Angst vor eigenständigen Denkprozessen haben.
Für diese Menschen wird immer eine gut bezahlte, perfekt produzierte und nachhaltig prägende Meinung bereitgestellt werden.
Ein bißchen mit dem Starußenkopf tief im Sand suchen und schon gibt es einen S21 Befürworter mehr!

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24.10.2013 18:53 Uhr

Ausdiskutiert: Punkt!

Genau, jetzt ist Ruhe. Sonst kommt die Super Nanny aus Berlin und zeigt euch die raute des Schreckens!
Aber im Ernst Herr Otten, warum sollten keine finanziellen und personellen Konsequenzen gefordert werden, für Betrug und Folgen von Pfusch und Schlamperei, bei den verantwortlichen DB Mitarbeitern und Genehmigungsbehörden sowie den Politikern, welche diesen Vertrag unterschrieben haben.
Das Versagen der Planungsverantwortlichen, führt zu massiven Planverzögerungen,-änderungen und damit zur Kostenexplosion.
Man mag zu S21 stehen, wie man will.
Doch die Kostenexplosion war von den Kritikern mit heute offiziell bestätigten Zahlen vorhergesagt worden.
Wer sehen wollte, vor der Volksabstimmung, hätte sehen können.
Das verzweifelte Festhalten einer Mehrheit der Deutschen, an der Seriosität der "Obrigkeit", läßt sie zu unlogischen Denkprozessen gelangen.
Wenn Bauvorhaben wie Tunnels in schwierigstem geologischem Gestein billiger gerechnet werden, als oberirdische Projekte, sollte doch eine Alarmglocke aufheulen.
Doch weil ein solches Projekt der sichtbaren Beweis unseres Wohlstandes sein würde, wird zugestimmt.
Denn unsere süddeutschen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren wir gerne mit solidem Luxus und Statusobjekten.
Das nennen wir natürlich anders.
Fortschritt und Werbewirksam klingt einfach positiver.
Der Daimler vor der Tür und ein Rolf Benz Sofa im Wohnzimmer müssen schon sein.
Und daher darf es auch ein 60 Km Ringtunnel unter Stuttgart sein. Hat schließlich nicht jeder, gell!
So was gönnen wir uns doch einfach, denn wir können alles außer.....( kritisch hinterfragen?)

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24.10.2013 17:48 Uhr

Antwort auf „Faktenresistenz und Gleichgültigkeit”

Ich sehe (lese) hier nur eine Spezies "um sich schlagen".... ;o)

Wenn nur Fakten, Argumente und Kosteneinhaltung zählen, müssten wir wohl heute noch auf eineige bahnbrechenden Errungenschaften verzichten.

Nun denn, ich bin es wirklich leid, mich den monotonen Diskussionen mit den stets selben Argumenten zu stellen. Doch eine Frage stelle ich noch in den Raum: Wer profitiert denn von derRealisierung des Projektes und kommt letztlich auch zum großen Teil für dessen Kosten auf? Wohl nicht mehr die Generation, die sich so vehement dagegen wehrt....

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24.10.2013 17:06 Uhr

Faktenresistenz und Gleichgültigkeit

Das Projekt Stuttgart 21 spaltet die Bevölkerung seit langem oder macht viele noch gleichgültiger bzw. politikverdrossener. Das zeigt in gewisser Weise auch die Qualität der Regierungen in BW und im Bund bei so wichtigen Entscheidungsprozessen, von der Bahn gar nicht zu sprechen.

Die Redakteure in den Medien, die neuerdings doch etwas kritischer berichten, also nicht im Sinne wie es die Bahn und die sogenannten Befürworter gern hätten, rätseln vielleicht auch schon darüber, ob das "bestgeplante Bahnprojekt aller Zeiten" vielleicht doch nicht die versprochenen Vorzüge hat. Gleiches gilt für einige Foristen mit ihren monoton heruntergenudelten Kommentaren, ohne jegliche sachlichen Argumente.

Und das gegenüber Bürgern, die sich wirklich Gedanken machen und schon manches Übel dieser katastrophalen Fehlplanung aufgedeckt haben. Diese sogenannten Pro-Schreiber müssen sich einfach den Vorwurf gefallen lassen, dass sie S21, wie so viele Politiker, Stadt- und Landräte auch, von Anfang blindlings akzeptiert haben und Gegenargumente deshalb tunlichst ignorieren, in einer Art vorauseilendem, obrigkeitshörigem Gehorsam. Mag sein, dass kritische Kommentare diese Zeitgenossen zusehens nervt und sie deshalb verbal so um sich schlagen. Bei so viel Faktenresistenz dieser Leute kann einem schon Angst und Bange werden.

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24.10.2013 16:00 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Ja ich will.””

Ein Hausbau ist mit dem Großprojekt nicht vergleichbar. Allein die Zeitdauer und der Arbeitseinsatz ist extrem unterschiedlich.

Selbst bei einem Hausbau kann es deutliche Teuerungen von 10-30% geben 8ist ja fast üblich). Wenn Sie sich mal die HOAI, die Leistungsphasen etc. durchlesen, werden Sie feststellen, dass je nachdem welche Leistungsphasen beauftragt und welche Vertrag gemacht wurde, der Architekt unterschiedlich haftet.

Der Architekt darf hierbei ohne Probleme im Frühstadium der Planung (und im Normalfall bei der Kreditermittlung um die 50% daneben liegen ohne mit rechtlich Konsequenzen zu rechnen.

Schuld für die extreme Kostenexplosion bei S21 ist ja auch di extrem lange Planungsdauer und Umsetzung. Ungewissheiten und auch die jährliche Teuerungsrate...

Also absolut nicht vergleichbar.

Die Diskussion um S21 ist einfach nur noch leidig. Die Leute wollen ihre Ruhe haben, den bau schnellstmöglich zum Abschluss bringen und auch viele freuen sich darauf, wenn es fertig ist.

Für mich ist die NBS Stuttgart - Ulm sehr interessant, da die jetzige Fahrerei schon eine Zumutung ist. Mir persönlich hätte die Lösung wie in Frankfurt Flughafen für Stuttgart auch gereicht.

Der ICE hält nur am Flughafen und fährt um Stuttgart herum. Nach Stuttgart selber fahren dann Expresszüge... Aber das Thema ist hierfür einfach ausdiskutiert. PUNKT!

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24.10.2013 14:51 Uhr

Antwort auf „Ja ich will.”

"da sollte nicht alles immer wiederholt werden." - Warum sollte es nicht wiederholt werden?
Weil es Betrug ist? Weil sonst in einer nicht Bananenrepublik dagegen vorgegangen werden müsste?

Haben Sie schon ein Haus gebaut? Richtig da wird oftmals auch einiges teurer. Aber verdoppeln oder verdreifachen sich die Kosten?
Was passiert in einem solchen Fall?

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24.10.2013 14:07 Uhr

Antwort auf „So ! So !??: *In der Kürze liegt die Würze, Spezls ;o)*”

Sorry, soviel weisem Denken kann ich wahrlich nicht folgen - vielleicht auch besser so.

Selbstverständlich dürfen Sie Ihrer Meinung freien Lauf lassen - fraglich nur, ob´s jemanden interessiert....

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24.10.2013 13:35 Uhr

Ja ich will.

Ja ich will und das endlich dieses ewige Gejammer aufhört will ich auch. Diese Jammer Menschen jammern doch immer wieder und über alles. Am Ende dann aber bei den ersten wenn es schnell von A nach B gehen soll. Und dann jammern Sie im Zug weiter. Mit nichts aber auch gar nichts was Demokratisch ist geben Sie sich zufrieden.
Das das Ding sehr viel mehr kostet als geplant ist doch jedem Normal Denkenden von Anfang an bewusst, da sollte nicht alles immer wiederholt werden.

Gehen Sie zu den Verantwortlichen für das Projekt und dann machen Sie es besser.

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24.10.2013 12:34 Uhr

So ! So !??: *In der Kürze liegt die Würze, Spezls ;o)*

Welle Würze !??
Selle der Zensur !???:
Frei nach dem Motto: Ja ! ich will Zensur !!???

Guckst du z.B. hier !:

24.10.2013 01:31, Freiburger: Denken ! sollte Mensch !! halt schon können !!!

Oder soll da das soziale Denken von Menschen des Volkes behindert werden !???

-----

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant

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24.10.2013 12:00 Uhr

wer haftet für Schäden?

- warum lese ich im Artikel was von nur 90 LKW-Fuhren am Tag?
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Tunnelbau-fuer-Bahn-in-Ulm-115-Laster-mit-Geroell-am-Tag;art4329,2264181

- wer wird für die Schäden an Häusern durch die Tunnelarbeiten aufkommen? Wurde die Frage gar nicht gestellt? Haftet die Bahn AG oder die ausführenden Firmen?

- wie schaut es mit dem Brandschutz im Tunnel aus? Wird es Trockenleitungen geben, so wie im Fildertunnel vorgesehen, so daß die Feuerwehr im Notfall auf das Wasser bis zu 45 Minuten warten muß?

"(...) Keine Einigung gibt es dagegen beim Wunsch der Feuerwehr nach einer permanent mit Wasser befüllten Leitung im knapp zehn Kilometer langen Fildertunnel. Nach Biegers Angaben wäre dies die erste Leitung dieser Art, die in Tunnels der Deutschen Bahn eingebaut würde: »Alle anderen Tunnels werden mit Trockenleitungen betrieben.« Er machte zugleich deutlich, dass der Einbau der sogenannten Nassleitung eine »erhebliche Verteuerung« der Baukosten mit sich bringen würde.

Branddirektor Knödler dagegen blieb auch in diesem Punkt hart und will um eine optimale Wasserversorgung im Tunnel kämpfen: »Wir können im Ernstfall nicht 45 Minuten lang auf Wasser warten, das ist mit Sicherheit nicht vertretbar.« (...)"

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-brandschutz-bleibt-ein-heisses-eisen.c1d90970-3aa7-4bbd-ad50-8419062bbb6a.html
....

[i]Anmerkung der Redaktion[/i]
Hallo Frau Peters, danke für Ihre Hinweise. Es stimmt, in dem Frage-und-Antwort-Stück ist von 90 LKWs die Rede, da sind aber nur die berücksichtigt, die vom Lehrer Tal aus abfahren. Mit der anderen Baustelle zusammen sind es 115. Das hat sich am Mittwochabend geklärt. Ebenso die Frage, wer für Schäden aufkommt, das ist im Artikel aktualisiert. Zum Thema Brandschutz wird es in Zukunft sicher noch einen Artikel geben.
Beste Grüße
Manuel Bogner

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24.10.2013 11:10 Uhr

Antwort auf „JA ! ich will”

DANKE... meine Meinung!

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24.10.2013 10:10 Uhr

JA ! ich will

In der Kürze liegt die Würze, Spezls ;o)

Ob´s Euch nun passt oder nicht, die Mehrheit ist eindeutig FÜR S21, auch wenn Ihr´s dreht und wendet und 3 Seiten lange Kommentare schreibt. Da helfen noch so viele !!! nichts (übrigens schrecklich zu lesen und furchtbares Deutsch).

Ich für meinen Teil begrüße, dass im Nahverkehr die Strecke Ulm - Stuttgart künftig 30 Minuten schneller zu erreichehn ist - per Bahn versteht sich. Das dürfte einige Pendler mehr von der Straße holen.

Grüße und gutes Gelingen

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24.10.2013 00:32 Uhr

Es wird nicht besser!

Auch den Kopf in den Sand zu stecken und sich vor den einfach zu begreifenden Tatsachen zu verstecken, macht das ganz nicht besser.
Dass die DB AG der Politik und dem Wahlvolk bewusst die tatsächlichen Kosten verschwiegen hat, dürfte mittlerweile selbst der dümmste bauer kapiert haben.
Natürlich kann man nun sagen, dass das Volk so entscheiden hat.
Doch macht es einen Misthaifen zum Veilchenbeet, nur weil Millionen Baden-Württemberger sich dies gewünscht haben?
Volkes Wille war klar definiert. Und so lange wir als Steuerzahler nicht mehr bezahlen müssen, kann die DB AG von mir aus auf eigene Kosten die Milliarden weiterhin verschleudern.
Vielleicht kommt es dann endlich soweit, dass einige politische Zäpfchen wieder dort herausrutschen, wo die Sonne selten scheint. Und endlich ihren Eid ernst nehmen.
Die Zukunft der Eisenbahn liegt nur sekundär in den Fernstrecken.
Der Öffentliche Nahverkehr muss bis in 20-30 jahren so weit ausgebaut sein, dass er den heutigen Individualverkehr weitestgehend übernehmen kann.
S21 dient diesem Ziel nur unzureichend und bindet die Investitionen der DB AG.

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23.10.2013 22:50 Uhr

Antwort auf „NBS und S21 sind zwei Paar Stiefel”

@ Rainer T. Müller

Ja ist gut... wir alle in BW haben Ihren Standtpunkt gehört und in einem Volksentscheid uns mehrheitlich für S21 und der Neubaustrecke entschieden.

Mit den ständigen Wiederholungen ihrer Meinung, die die Mehrheit der Bürger nicht will, wirds auch nicht besser.

DANKE

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23.10.2013 20:14 Uhr

NBS und S21 sind zwei Paar Stiefel

"Der sogenannte "Albabstiegstunnel" ist Teil der Neubaustrecke Wendlingen - Ulm. Diese hängt wiederum eng mit dem Projekt Stuttgart 21 zusammen, auch wenn beide Projekte getrennt finanziert werden."

Natürlich werden beide Projekte getrennt finanziert, das eine - im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben - fast auschließlich vom Bund, das andere - eigenwirtschaftlich von der Bahn AG betrieben - dient zum allergrößten Teil der Abzocke des hiesigen Steuerzahlers zugunsten den Profiteure aus der Immobilien-, Finanz- und Bauwirtschaft. Wobei hier schon der fundamentale Unterschied beschrieben wäre.

Selbstverständlich kann die NBS auch ohne den Jahrhundertwahnsinn S21 an den Bahnknoten Stuttgart angeschlossen werden. Es gab und gibt schon lange schlüssigere und kostengünstigere Alternativlösungen, nur müssten die Vertreter der schreibenden Zunft eben einmal etwas gründlicher und glaubwürdiger recherchieren und nicht nur aus den Propagandapamphleten der Projektbetreiber und der Bahn AG zitieren.

Wie dies fachlich weitaus qualifiziertere Experten sowie Projektkritiker und -gegner sehen, dafür gibt es mannigfach Quellen. Beispiele gefällig?

http://www.leben-in-stuttgart.de/s%2021%20kritik/behauptungen_und_luegen.htm

http://s21irrtum.blogspot.de/2013/03/neubaustrecke-wendlingen-ulm-hat-nichts.html

http://s21irrtum.blogspot.de/2011/11/neubaustrecke-wendlingen-ulm-kann-auch.html

http://www.vcd-bw.de/presse/2013/03-2013/20130225_VCD_Ohne_Stuttgart_21.pdf

http://www.ulm.de/themenseite_stuttgart_21/ulmer_erklaerung.86900.20984,45470.htm

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Themenschwerpunkt

Albabstiegstunnel

Der Albabstiegstunnel ist Teil der Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm. Die Rohbauarbeiten für den 5,9 Kilometer langen Tunnel von Dornstadt nach Ulm sollen 2018 beendet sein. 2021 soll der Tunnel in Betrieb gehen.

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