Badesee Ludwigsfeld: Ärger über Hundekot, Dreck, Lärm und Falschparker

Der Badesee ist für manche Ludwigsfelder ein Quell vielfältigen Ärgers. In der Bürgerversammlung ging es außerdem um viele andere Themen, um das Neubaugebiet "Ulmer Hofgut" dagegen nicht.

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Müll am Badesee: Die Stadt hat mittlerweile andere Container aufgestellt, ohne rechten Erfolg.  Foto: 

230 Unterschriften haben Anwohner gegen die geplante Erschließungsstraße des Neubaugebiets „Ulmer Hofgut“ gesammelt. In der Bürgerversammlung spielte das künftige Wohngebiet in den Wortmeldungen der Ludwigsfelder aber keine Rolle. Das Konzept werde derzeit überarbeitet, informierte Stadtbaudirektor Andreas Neureuther eingangs. Die Vorschläge der Bürger würden geprüft, danach gebe es wieder eine Bürgerbeteiligung.

Die meisten Wortmeldungen drehten sich um den Badesee. Feiernde bei Nacht, die laut sind und ihren Müll liegenlassen, Badegäste, die ebenfalls nicht aufräumen oder verbotenerweise ihre Hunde mitbringen, Hundehalter, die den Kot ihrer Vierbeiner nicht wegräumen, Badegäste, die in der Königsberger Straße und in den angrenzenden Straßen alles zuparken, selbst Grundstückseinfahrten und Rettungswege – die Liste der Klagen ist lang. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren, kommen aber nicht hinterher.

Den künftigen Spielplatz im Drosselweg in der Nähe des Illerkanals halten manche für gefährlich. „Da sind schon Kinder ertrunken“, sagte ein Anwohner. Stimmt, bestätigte OB Gerold Noerenberg. Er hat nachforschen lassen: in den 90er Jahren kamen zwei Kinder zu Tode, „im Beisein einer aufsichtspflichtigen Person“. Er hält den Spielplatz dennoch nicht für gefährlich, zumal er eingezäunt werde.

Dass in Ludwigsfeld Kita- und Krippenplätze fehlen, beklagte ein Mann. Bürgermeister Gerhard Hölzel räumte den Engpass ein. Die Lage werde sich aber durch das städtische Ausbauprogramm bessern.

Ein Anwohner der Memminger Straße forderte endlich eine Verkehrsberuhigung. Er schlug eine Verengung durch Parkplätze, einen Kreisverkehr an der stadteinwärts gelegenen Ortseinfahrt und eine nächtliche Beschränkung auf Tempo 30 nach Ulmer Vorbild vor. Der OB machte darauf aufmerksam, dass die Anwohner bei einem Umbau mitzahlen müssten: Es würden Ausbaubeiträge fällig.

Überhaupt nicht einverstanden ist ein Ludwigsfelder mit der Verlegung des Recyclinghofs von Wiley-Nord in den Breitenhof spätestens Ende 2014. Hin und zurück wären das 14 Kilometer, schimpfte der Mann. „Findet das der Stadtrat zumutbar?“ Findet er, antwortete stellvertretend der OB. „Und wenn ich einen Pfuhler frage, findet der den neuen Standort gar nicht schlecht.“

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