Bachs h-Moll-Messe in voller Pracht

Das letzte große Vokalwerk von Johann Sebastian Bach ist die gewaltige h-moll-Messe. 18 Chorsätze und neun Solostücke umfasst das umfängliche Werk, wobei es sich in vielen Teilen um die Umarbeitung bereits bestehender eigener Kompositionen handelt - eine damals durchaus übliche Praxis.

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Der Kammerchor der Universität Ulm, zumeist fünfstimmig aufgeteilt, führte dieses imposante Werk nun in St. Elisabeth auf. Unter der zupackenden und einfühlsamen Leitung von Manuel Sebastian Haupt sangen und spielten 47 Choristen, 16 Instrumentalisten und sechs Solisten.

Dem bestens vorbereiteten Chor gelangen die innigen Teile wie "Et incarnatus" oder "Crucifixus" so bewegend wie die Jubelchöre "Cum sancto spiritu" oder "Osanna", die nichts an barockem Glanz zu wünschen ließen. Auch die zahlreichen Fugen mit ihren perlenden Koloraturen gelangen dem Chor trefflich.

Catherina Witting sang den Solosopran makel- und mühelos mit schönem Ton. Dagegen hatten es Altistin Jasmin Joos, Tenor Thorsten Sigurdsson und Bass Christoph Schweizer schwer, denn neben undeutlicher Textbehandlung gelang auch nicht immer jeder Ton.

Aus dem Chor traten Sabine Wick als erfreulicher 2. Sopran sowie Alexander Niederhauser als beeindruckender Bariton heraus. Allen Beteiligten gemeinsam war die häufige Ausdruckslosigkeit im Gesicht, egal was sie zu singen hatten. Zudem störte die italienische Aussprache des lateinischen Textes.

Das kleine Orchester mit Filip und Cosima Marius an den Violinen konnte mit wunderbaren Solisten aufwarten: Julia Stocker und Jana Dostalova an den Traversflöten sowie Neven Lesage und Anke Jantzen an Oboe und Oboe d'Amore. Aus dem Continuo trat Cellist Gerd Fischer-Baudys bei dieser großartigen Aufführung hervor.

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