B10:Einspurig nach Ulm

Es wird eng auf der B10 in Richtung Ulm. Zwischen Lehr und dem Zigeunerfelsen lässt das Regierungspräsidium in den nächsten zwei Monaten Brücken sanieren und den Asphalt erneuern. Start ist am Montag.

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An zähfließenden Verkehr haben sich Autofahrer auf der innerstädtischen B10 in den vergangenen Jahren gewöhnt. Erneut seit März 2012, seitdem wird ein Teil des Westringtunnels unter dem Bismarckring saniert. Bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts – voraussichtlich im November – läuft der Verkehr in Richtung Neu-Ulm dort einspurig, die Spuren werden bereits vor dem Lehrer-Tal-Tunnel getrennt, so dass ein Fahrbahnwechsel nicht mehr möglich ist.

Jetzt kommt noch eine B10-Baustelle dazu. Von Montag an lässt das Regierungspräsidium Tübingen oberhalb des Zigeunerfelsens zwei Brücken – die Ruhetalbrücke sowie eine Feldwegbrücke – instand setzen und im Anschluss daran den Fahrbahnbelag auf der Bundesstraße erneuern. Für von Norden kommende Autofahrer bedeutet das etwa ab Höhe Lehr: Es wird eng. Denn von 18. Juni bis voraussichtlich 8. September wird stadteinwärts auf einer Länge von gut 2,5 Kilometern jeweils eine Fahrspur – bis Anfang August die rechte, danach die linke – gesperrt. „Es ist klar, dass das zeitweilig zu Staus und Behinderungen führen kann“, sagte Referatsleiter Hartmut Geiger vom Regierungspräsidium Tübingen anlässlich eines Pressegesprächs im Ulmer Rathaus.

Die Bauarbeiten seien bereits vor Beginn der Sanierung des innerstädtischen B10-Tunnels angekündigt gewesen und mit der Stadt abgestimmt, Devise: „Wir hängen uns an die bestehende Verkehrsbehinderung dran und machen das in einem Aufwasch.“ Zusätzlich wird von Ende Juli bis Anfang August für zwei Wochen der Anschluss-Ast von der Uni wegen Belagsarbeiten total gesperrt. Eine Umleitung soll eingerichtet werden.

Die Bauarbeiten sind Geiger zufolge notwendig, weil die Brücken aufgrund von Streusalz und hoher Verkehrsbelastung marode sind. Die Kosten für die Sanierung bezifferte er mit 860 000 Euro.

Dass ab Montag Verkehrschaos ausbricht, glaubt der Ulmer Hauptabteilungsleiter Thomas Feig nicht. Die Autofahrer hätten sich in der Vergangenheit gut mit der Situation auf der B10 arrangiert. Für Auswärtige, die die B10 gerne als Abkürzung von der A8 zur A7 nutzten, gebe es entsprechende Hinweisschilder, für Ortskundige biete sich unter Umständen der Mittlere Ring als Ausweichstrecke an.

Info Informationen über Verkehrsbeschränkungen im Zusammenhang mit der B10-Sanierung können täglich im Internet unter www.baustellen-bw.de abgerufen werden.

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Kommentare

14.06.2012 15:07 Uhr

Und ist es auch Wahnsinn...

... so hat er doch Methode (Zitat)

> Aber manchmal scheint logisches Denken fern von bundesdeutschen Amtsstuben stattzufinden.

Ich glaube eher das ist Methode um die Leute abzuschrecken. Nicht dass die eine Alternative hätten, aber politisch wird "weg vom Auto" gewollt.

Stau vor Böfingen, Stau auf der B10, Stau von der B10 zur Uni hoch und und und... Es ist regelmäßig morgens zum ko...
Und die paar Prozent Altwagen sind dann Schuld am ganzen Feinstaub?

Ich biete hier allen SWP-Lesern eine Wette an:
Wenn (eines fernen Tages) alle Baustellen beseitigt sind, werden die Feinstaubwerte plötzlich sinken und man wird rotzfrech behaupten dies sei der Erfolg der Umweltzone!

FdS

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14.06.2012 11:43 Uhr

Wann kommt eigentlich mal endlich ein sinnvoller Verkehrsplan für Ulm

Das es so nicht weitergehen kann, sollte doch endlich mal bei allen ankommen.

Das Problem B10/B28 ist ja auch nicht in den nächsten 5-7 Jahren gelöst. Dann sind hoffentlich vielleicht die Baustellen weg, aber der Verkhr wird zunehmen und dann sind 4 Spuren definitiv zu wenig.

Es muss endlich eine andere Lösung her.

Entweder eine alternative 4-spurig Straße
oder ein komplett neues Konzept mit S-Bahn (eine langsame Starßenbahn zur Uni reicht nicht)

Darüber sollte man mal schnellstmöglich diskutieren!

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14.06.2012 10:35 Uhr

B10

"... gut mit der Situation auf der B10 arrangiert" ...?

Arrangiert? Gibt es dazu eine Befragung? Da würde der Begriff "arrangiert" ziemlich weit unten in der Liste stehen ... Ich muß da täglich durch und könnte jedesmal fluchen! Das Wort "arrangiert" kommt dabei aber sicher nicht vor.

Die frühe Trennung der Spuren schon vor dem Tunnel ist auch nicht sinnvoll, dass sollte nach dem Tunnel sein, entscheidet man sich vor dem Tunnel für die "falsche" Spur, steht man u.U. unnötig im Stau, während die Entlastungsspur komplett frei ist.

Dadurch fahren viele Autofahrer, vor allem LKW´s, über die Absperrfähnchen und reisen die ab, die liegen dann ständig auf der Fahrbahn rum. Das ist so sicher auch nicht im Sinne des Erfinders.

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14.06.2012 09:05 Uhr

An der Planung...

kann es nicht liegen, denn es scheint keine vorhanden zu sein.
Redet eigentlich das RP Tübingen nicht mit den Zuständigen für das Tunnelbauprojekt ? Oder ist man in Tübingen mal wieder blind ? Es ist jetzt schon eine mittlere Katastrophe für die nördlichen Bewohner Ulms verkehrstechnisch zu den Hauptverkehrszeiten in die Stadt zu kommen und dann noch zusätzlich sowas. Ich denke es wäre kein Problem gewesen, wenn man das Projekt um 1 - 2 Saisonen verschoben hätte und somit die Verkehrssituation etwas entspannt hätte. Aber manchmal scheint logisches Denken fern von bundesdeutschen Amtsstuben stattzufinden.
Na dann freuen wir uns mal auf die neuen Staus.

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