Ausstellung wirbt für Sedelhöfe-Projekt

Annäherung an die Sedelhöfe: Eine Ausstellung im neuen Info-Punkt an der Olgastraße soll der breiten Ulmer Öffentlichkeit den Zugang zu diesem Millionen-Projekt, das mitten in der Stadt entsteht, erleichtern.

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Info-Punkt Sedelhöfe: Vor dem Großmodell, wo grüne Dächer signalisieren, was neu gebaut wird, stehen (von links) Juliana Frank, Julia Rilli (sie betreuen die Ausstellung), Bürgermeister Alexander Wetzig, die Stadtplaner Helmut Kalupa, Volker Jescheck und Harald Walter. Foto: Matthias Kessler

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Die Schlagworte, die dem Besucher der Ausstellung buchstäblich entgegenschlagen, signalisieren es auf den ersten Blick: Die Sedelhöfe sind mehr als nur ein neues Einkaufszentrum, das da bis Frühjahr oder Herbst 2016 - die Aussagen über den Eröffnungstermin differieren um dieses halbe Jahr - eröffnet werden soll. Als Gegenüber des Hauptbahnhofs und als Parallel zur Fußgängerzone Bahnhofstraße.

Und Alexander Wetzig, der Ulmer Baubürgermeister, geht mit großer Geste über das großdimensionierte Modell. "Es macht das Anliegen deutlich: Es geht um mehr als um ein Bauprojekt, um mehr als um ein Einkaufs-Center. Es geht um ein neues Stadtquartier. Es werden neue Plätze, Gassen, Bauhöhen entstehen." Darunter als höchstes Bauwerk ein kleiner Büroturm an der Friedrich-Ebert-Straße.

In der Tat vermittelt das Modell innerhalb der Ausstellung über das Projekt Sedelhöfe im neuen Info-Punkt an der Olgastraße einen plastischen Eindruck von dem, was werden soll; dies zunächst nach dem aktuellen Stand der Dinge, der jener aus der Jahresmitte 2012 ist. Auf alle planerischen Veränderungen, die sich im Lauf der Weiterentwicklung ergeben, werde man die entsprechenden Umbauten am Modell vornehmen, kündigen die für die Sedelhöfe zuständigen Ulmer Stadtplaner Helmut Kalupa und Harald Walter an. Besonders anschaulich ist das Modell, weil es das Stadtquartier zwar im Kleinformat, jedoch im Großmaßstab nachbildet: 1:100 - gebaut also, wenn man so will, mit Duplo- und nicht mit Lego-Steinen.

Dass die Stadtplaner noch mehrfach Hand anlegen müssen, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Sind doch die Sedelhöfe, entwickelt durch MAB Development, die deutsche Tochter der holländischen Projektentwicklungsfirma Rabo Real Estate, noch immer im sehr frühen Planungsstadium. Die Flächen gehören nach wie vor der Stadt. Erst wenn sie baureif abgeräumt sind, werden sie an MAB verkauft. Das soll bis Ende 2013 der Fall sein.

Eine Veränderung gegenüber dem MAB-Entwurf, der vom Berliner Büro Grüntuch Ernst Architekten stammt, wird sich auf jeden Fall ergeben: Die Bahnhofsunterführung soll so gestaltet werden, dass die Fußgängerströme keinesfalls von der Bahnhofstraße weg- und ausschließlich Richtung Sedelhöfe geleitet werden, kündigte Wetzig an. "Daran arbeiten wir. Ich habe sehr großes Verständnis für die Sorgen des Einzelhandels in der Bahnhofstraße."

Fußgängerströme: Auch die ebenerdigen Überquerungen der Friedrich-Ebert-Straße sorgen für Unmut unterm angestammten Handel in der Bahnhofstraße, führt doch der nördliche Überweg in der Tat direkt auf die Sedelhöfe zu. Jedoch sei dies den Erfordernissen an die Straßenbahnhaltestelle geschuldet, erläutert Chefstadtplaner Volker Jescheck. Der Haltepunkt müsse mindestens 120 Meter lang sein, dürfe nicht in einer Kurve liegen und könne gar nicht anders platziert werden. "Aber wir haben ja auch noch eine Überquerung im Süden." Sie ist vorgesehen etwa auf Höhe des heutigen Fußgängerüberwegs.

Info
Der Info-Punkt in der Olgastraße 66 ist geöffnet dienstags bis freitags 17-19, samstags 10-12 Uhr.

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