Augsburger Studentenwerk baut Wohnanlage im Neu-Ulmer Wiley

Bis zum Herbst 2014 entsteht zwischen der Heinz-Rühmann- und der Grethe-Weiser-Straße in Neu-Ulm nahe der Hochschule Studenten-Wohnungen.

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Bauherr der Anlage ist das Augsburger Studentenwerk, geplant sind etwa 150 Wohnplätze, davon 80 Prozent in Einzelappartements und 20 Prozent in Wohngemeinschaften, sowie eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Fahrräder und Autos. Der Bau wird vom Freistaat Bayern finanziell gefördert. Entsprechend werden sich auch in Neu-Ulm die Mietpreise für ein Einzelappartement bewegen. Michael Noghero, Pressesprecher im Augsubruger Studentenwerk, nannte Preise zwischen 214 und 255 Euro inklusive Nebenkosten. Das Studentenwerk bietet bislang in sieben Wohnanlagen in Augsburg und in Kempten derzeit 1730 Wohnplätze für Studierende an. In Neu-Ulm engagiert es sich zum ersten Mal.

In einem Realisierungswettbewerb waren für den Entwurf ein optimales Ergebnis im Hinblick auf Gestaltung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit des Neubaus gefordert worden. Gefragt war insbesondere eine Bauweise, die mit Rohstoffen und Energie sparsam umgeht und die Umweltbelastung beim Bau und Unterhalt auf ein möglichst geringes Maß vermindert. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung sollen um 30 Prozent unterschritten werden.

Insgesamt 26 Entwürfe bewertete das Preisgericht, dem unter anderem auch der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg als Sachpreisrichter angehörte. Das Preisgericht hat einen ersten Preis, zwei dritte Preise und vier Anerkennungen vergeben.

Der erste Preis ging an das Büro Böge Lindner K2 Architekten aus Hamburg. Der elegante, langgestreckte Baukörper des Sieger-Entwurfs nimmt die nördliche Kante des Seniorenzentrums Albertinum auf und bildet nach Westen hin einen öffentlichen Raum. Dabei ist der fünfstöckige Wohntrakt mit Einzelappartements nach Westen und gemeinschaftlichen Räumen als vorgestellte Kuben zur Ostseite hin gegliedert. Die wettergeschützten, teilweise verglasten, breiten Galerien bilden mit ihren Treppen und den Gemeinschaftsräumen eine kommunikative Zone für die einzelnen Appartements, die wie kleine Reihenhäuser konzipiert sind.

Nach dem Eingangs- und Essbereich an der Galerie folgt jeweils eine innen liegende Durchgangszone mit abgetrenntem Dusch- und WC-Raum, daran schließt sich der Wohn-/Schlafbereich zur Westseite mit Blick in den ruhigen Grünraum an. Das Preisgericht würdigte das mutige Konzept des Entwurfs und attestierte ihm Frische und Modernität.

Info
Alle 26 Wettbewerbsarbeiten werden heute, Montag, an der Hochschule Neu-Ulm, Wileystraße 1, in Raum 2/15 in einer Vernissage präsentiert. Beginn: 18 Uhr. Die Ausstellung ist bis einschließlich Montag, 6. August, zu sehen.

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