Auf dem Ulmer Münsterplatz den Ernstfall  geprobt

Wie rettet man Schwerverletzte im Kriegsfall: Das haben Soldaten der Bundeswehr am Donnerstag auf dem Münsterplatz gezeigt.

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Wie man Schwerverletzte im Kriegseinsatz rettet, zeigte die Bundeswehr gestern auf dem Münsterplatz.  Foto: 

Martialisch ging es am Donnerstagmittag auf dem Münsterplatz zu. Das lag nicht nur an der von der Bundeswehr gezündeten roten Nebelkerze, die manchen vorbeieilenden Passanten dazu brachte, Mund und Nase mit einem Taschentuch zu bedecken. Nein, zudem fuhr die Truppe mächtig Gerät auf: Panzerspähwagen, einen gepanzerten Notarztwagen, Rettungszelte, dazu reichlich Soldaten in voller Kampfmontur.

Was war los? Es galt, der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen, wie man im Auslandseinsatz Schwerverletzte rettet. Das simulierte und an den Krieg in Afghanistan erinnernde Szenario im Schatten des Münsterturms: ein Panzerwagen fährt auf einen Sprengsatz, einem der Soldaten im Fahrzeug wird der Unterschenkel zertrümmert. Die Rettungskette läuft an. Ersthelfer aus dem Panzerwagen beginnen mit lebensrettenden Maßnahmen und versorgen den Verletzten, bis endlich der bewegliche Arzttrupp eintrifft, den Mann in den Panzerwagen mit dem Roten Kreuz verlegt und zur nächsten Rettungsstation bringt.

Die Übung stand im Zusammenhang mit dem gestern im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus  zu Ende gegangenen zweitägigen und vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm (BWK) veranstalteten Kongress „Combat Medical Care“. 1300 Militärs, Katastrophenmediziner und Rettungskräfte aus 30 Ländern nahmen daran teil. Die Konferenz befasste sich mit der Versorgung Verwundeter in Kriegs- und Krisenfällen – auch nach Terroranschlägen. Die Aktion auf dem Münsterplatz sollte dazu dienen,„das Thema direkt an die Bürger heranzubringen“, sagte Oberfeldfarzt Gerhard Kremers vom BWK.

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