Attacke: Neu-Ulmer OB-Wahlkampf wird schärfer

Also doch noch: Kurz vor knapp, vor der Stichwahl am Sonntag, wird der Neu-Ulmer OB-Wahlkampf schärfer, die Bandagen werden härter.

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Mitten im Allgäuer Ring blickt Gerold Noerenberg den Wählern in Neu-Ulm entgegen. Foto: Matthias Kessler

Erst als Wattebausch-Auseinandersetzung wahrgenommen, nimmt der Neu-Ulmer OB-Wahlkampf doch noch Fahrt auf. Im Vorfeld der Stichwahl der zum Duell zwischen Amtsinhaber Gerold Noerenberg (CSU) und dem parteilosen Dr. Detlef Kröger (unterstützt durch SPD, Grüne, FWG, FDP) geschrumpften Kontroverse steigt offenbar die Nervosität beider Lager.

Der Vorsitzende der Neu-Ulmer Jungen Union, Alexander Pietschmann, bezichtigt Kröger des mangelnden ökonomischen Sachverstands und unterstellt dem Großkoalitionär-Kandidaten, "aus gescheiterter privatwirtschaftlicher Perspektive" heraus nun "in die schützende Hand des öffentlichen Dienst" hinein flüchten zu wollen. Der Attackierte und seine Unterstützer weisen solches empört zurück und sehen darin eine niederträchtige Schmutzkampagne - um ihrerseits auf Noerenberg loszugehen.

Diese Aufgabe hat der Fraktionschef der Grünen, Rainer Juchheim, übernommen, der schon einige Jahre länger Stadtrat ist als Noerenberg OB. Trotzdem müsste dieser "als Chef der Verwaltung" wissen, wo in Neu-Ulm keine Wahlplakatierung erfolgen darf, zitiert Juchheim genüsslich aus einem Schreiben des städtischen Ordnungsamts. Es hatte ihn, den kommunalwahlkämpfenden Grünen, Anfang Februar erreicht. Darin wird es Juchheim als dem Vertreter der Grünen nicht nur erlaubt, an drei Stellen im Stadtgebiet "Großflächenplakate auf öffentlichem Straßenverkehrsgrund" aufzustellen. Haarklein ist gleichsam aufgelistet, wo Plakate nicht platziert werden dürfen - zum Beispiel aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Unter den Plätzen, auf denen Wahlwerbung von Amts wegen untersagt ist, befindet sich der Allgäuer Ring. Ihn führen die Ordnungshüter unter etlichen Verkehrsknotenpunkten auf, wo das Plakatieren also verboten ist - "einschließlich der zu- und abführenden Straße im Abstand von jeweils 50 Metern", wie es gestelzt heißt.

Dass nun Noerenbergs Konterfei ausgerechnet daselbst am Allgäuer Ring herunter schaut, empfindet Juchheim als "klaren Regelverstoß". Mehr noch: "Das ist auch eine Verkehrsgefährdung am unfallträchtigsten Ort in Neu-Ulm."

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Kommentare

26.03.2014 12:23 Uhr

Dürfte ich dazu einen CDU-Funktionär zitieren?

Einen Funktionär, der - offensichtlich in völliger Übereinstimmung mit "Stil" und "Werten" seiner Partei Menschen, die eine andere Meinung vertreten als er, pauschal als "widerliche Heuchler" und "scheinheilige Demagogen" bezeichnet hat? Dieser Spruch scheint mir eher hier zu passen.

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26.03.2014 10:05 Uhr

Anstand ist wohl in CSU-Kreisen ein Fremdwort?

Was kann ein Herr Alexander Pietschmann, Betriebswirt (VWA) dem Herrn Kröger entgegensetzen?

Wer sind Sie und was können Sie?

Was haben Sie bis jetzt geleistet und was können Sie besser als Herr Kröger?

Haben Sie sich nicht zuuuu sehr aus dem Fenster gelehnt? Bisschen zu Vorlaut gewesen? Kein Anstand? So kennen wir unsere CSU! Das ist einfach nur niveaulos!

Die Plakataktion der CSU deckt sich mit den unerwünschten Wahlwerbung in Briefkästen! Könnt Ihr nicht lesen? Wenn euch die Wünsche der Bürger nicht interessieren, warum wollt Ihr dann einen Bürgermeister stellen? Ich werde aus Euch nicht schlau!

Herr Alexander Pietschmann, wie wäre es, wenn sie sich mal die CSU - Wahlzettel anschauen und versuchen, die besser zu machen. Ich finde die von der CSU echt grottenschlecht. Die anderen kann ich jetzt nicht vergleichen, die haben nämlich meinen Wunsch respektiert.

Von Politikern erwarte ich einfach mehr Anstand und den vermisse ich zur Zeit sehr. Herr Pietschmann, so ein Gewäsch kenne ich eigentlich nur vom Stammtisch.

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