Mathe-Wettbewerb
: Mit dem Horber Martin-Gerbert-Gymnasium ist zu rechnen

Vier erste Preise heimsten Schülerinnen und Schüler des Horber Gymnasiums in der ersten Runde des Landeswettbewerbs Mathematik bereits ein.
Von
NC
Horb

Die MGG-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer des diesjährigen Landeswettbewerbs Mathematik mit den AG-Leitern Christian Schaal (hinten links) und Dr. Mathias-Torsten Tok (hinten, Zweiter von rechts).

MGG

Aus den Ziffern 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 9 sollen vier zweistellige Primzahlen gebildet werden, wobei jede Ziffer nur einmal verwendet werden darf. Welche Werte sind für die Summe der vier Primzahlen möglich? Was auf dem ersten Blick wie eine einfache Rechnung aussieht, ist in Wirklichkeit echter Denksport - nämlich die erste Aufgabe des diesjährigen Landeswettbewerbs Mathematik. Daran können alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 teilnehmen. In der ersten Runde warten sechs knifflige Matheaufgaben. Vier davon müssen gelöst werden, alleine oder in kleinen Teams. Für einen ersten Preis müssen alle vier eingeschickten Aufgaben grundsätzlich richtig gelöst sein.

Erste Preise und Junior-Starter

Dieser Erfolg gelang am Horber Martin-Gerbert-Gymnasium (MGG) vier Schülern: Die Zehntklässlerin Natalie Seeger wurde bei ihrer ersten Wettbewerbsteilnahme mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Ebenfalls erste Preise erhielten Dennis Chen und Nico Götz (beide Klasse 10) sowie Pascal Uhlich (Klasse 9). Außerdem durften sich die Leiter der Arbeitsgemeinschaft Mathematik, Christian Schaal und Dr. Mathias-Torsten Tok, über zahlreiche „Junior-Starter“ aus den Klassenstufen 5 bis 7 freuen.

„Ihr habt tolle Lösungsideen für die ersten beiden Aufgaben abgegeben und damit wertvolle Punkte fürs MGG gesammelt“, würdigt Tok, selbst Mitglied der Korrekturkommission, die Leistungen der jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Es ist völlig normal, dass man in der Unterstufe noch nicht alle Aufgaben rauskriegt. Aber ihr werdet jedes Jahr immer mehr verstehen und lösen können.“ Dennis, Nico und Pascal, die alle schon seit mehreren Jahren am Landeswettbewerb teilnehmen, nicken zustimmend.

Die vier Preisträger der ersten Runde haben bereits ihre Lösungen für die zweite Runde des Landeswettbewerbs abgeschickt. Die besten Problemlöser aus der zweiten Runde werden mit einer Einladung zu einem mehrtägigen Mathematik-Seminar belohnt. Natalie, Dennis, Nico und Pascal dürfen sich alle Hoffnungen auf einen der begehrten Plätze machen.

Bis die Korrekturkommission die Ergebnisse aus der zweiten Runde bekanntgibt, werden noch einige Wochen vergehen. Derweil nehmen sich die vier die nächste Herausforderung vor: die erste Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik. Der richtet sich zwar hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, doch auch jüngere Mathe-Talente haben gute Chancen, mit Kreativität und Ausdauer die Aufgaben zu lösen. Als Preis nach drei Wettbewerbsrunden winken ein Stipendium und die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes.

Unabhängig vom Ausgang des Bundeswettbewerbs wird Nico Götz sehr bald Uni-Luft schnuppern. Der Zehntklässler plant, sich zum kommenden Semester für ein Schülerstudium an der Universität Tübingen einzuschreiben - natürlich im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

Und die Lösung der Primzahl-Aufgabe vom Anfang? 190. Denn: Zweistellige Primzahlen sind nie gerade und enden nie auf 5 (sonst wären sie durch 5 teilbar, also nicht prim).

Daher kommen für die Einerstellen der zweistelligen Primzahlen nur die Ziffern 1, 3, 7 und 9 in Frage –und für die Zehnerstellen bleiben 2, 4, 5 und 6. Wie genau diese sich verteilen, ist für die Summe der vier Primzahlen letztlich sogar unerheblich; 1+3+7+9+20+40+50+60=190.

Eine ausführliche Lösung und die weiteren Aufgaben des Wettbewerbs sind auf der Internetseite des Landeswettbewerbs http://lwm-bw.de zu finden.