Ampelanlage, selbst gebaut

Was macht ein Ingenieur, wie schaut sein Arbeitsplatz aus, wie kam er zu seinem Job? Wer an der Schüler-Ingenieur-Akademieteilnimmt, weiß es.

Barbara Kreuzer und Julia Häußler sind glücklich. Sie haben einen BA-Studienplatz bei Evobus ergattert und sind jetzt dort übernommen worden. "Für den Studienplatz blieben am Schluss vier gleich gute Bewerber übrig. Wir haben uns dann für Frau Kreuzer und Frau Häußler entschieden, schließlich wussten wir, wie sie arbeiten," sagt Ausbildungsleiter Bertolt Funk. Die beiden Wirtschaftsingenieurinnen haben 2003 am Projekt "Schüler-Ingenieur-Akademie" (SIA) teilgenommen. Damals waren sie in der elften Klasse am Hildegard-Gymnasium. Das Projekt soll Oberstufenschülern Einblicke in die Arbeitswelt von Ingenieuren ermöglichen und wird vom Arbeitgeberverband Südwestmetall durchgeführt.

"Für mich war das super. Ich wäre anders nie auf die Idee gekommen, Ingenieurwissenschaften zu studieren. Als Mädchen hat man da oft eine Hemmschwelle", ist Barbara überzeugt. Die Projektleiterin Christine Blaas legt großen Wert darauf, dass mindestens die Hälfte der Teilnehmer weiblich ist. Im letzten Jahr waren es 63 von 129. Die Schüler des Albert-Einstein-, St.-Hildegard- und Hans-und-Sophie-Scholl- Gymnasiums realisieren innerhalb eines Jahres Projekte mit Betrieben wie dem Daimler Forschungszentrum, EADS, Evobus, Gardena und den Wieland Werken. Da wird dann beispielsweise eine computergesteuerte Ampelanlage gebaut oder gezeigt, was Ingenieure im Robotikbereich machen. Barbara Kreuzer: "Es war sehr abwechslungsreich mit viel Praxisbezug." Da hat sie dann gerne jeden Freitagnachmittag drei Stunden geopfert.


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Autor: ISABELLA HAFNER | 15.12.2009

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