Schätze vom Dachboden: Rexinger Dorf-Flohmarkt am 29. Mai bietet besondere und alte Kostbarkeiten

Eine liebevoll gestaltete alte Puppenstube samt ihren Bewohner wartet darauf, einen neuen Besitzer zu finden.
Nicht gesetztModerne Elektro-Geräte oder Ähnliches gibt es am übernächsten Sonntag keine zu erwerben, dafür aber allerhand Dinge, die es laut Sayer „auf den normalen Flohmärkten nicht mehr gibt“. Wie etwa ein alter Kinderwagen mit einer noch älter aussehenden Puppe. Oder ein Puppenhaus mit kompletter Einrichtungen, alles handgeschnitzt.
Ein Grund, warum so viele Menschen ihre Dachboden-Schätze gebracht haben, steht für Sayer fest: „Man weiß, dass die Dinge im Ort bleiben. Da geben es die Menschen eher her.“ Sämtliche „Spender“ hätten verstanden, was die Projektgruppe, die den Flohmarkt organisiert, will. „Es waren immer Sachen, die wir nehmen konnten“, freut sich die Ortsvorsteherin. Besonders schön sei es, dass viele Menschen beim Abgeben ins Erzählen gekommen seien.
Antiquitäten-Profis
haben sich angekündigt
„An vielen Gegenständen hängt eine persönliche Geschichte dran, die sie noch besonderer macht“, erzählt Sayer, die sich bereits ein Lieblingsstück ausgesucht hat: Eine Schlangenleder-Handtasche, bislang im Besitz einer älteren Dame aus der Gegend. „So etwas bekommt man heute ja nicht mehr.“ Die gesamten Einnahmen fließen im Übrigen nicht an die Besitzer, sondern sollen für weitere Aktionen der Projektgruppe verwendet werden. „Es kommt also alles der Ortschaft zugute“, stellt Sayer klar.
Prinzipiell bis zum Markt-Tag am 29. Mai kann man in Rexingen noch seine persönlichen Schätze abgeben. „Am Freitag und Samstag werden wir alles in der Halle aufbauen, die Sachen reinigen und das Ganze schön sortieren“, erklärt Sayer. Die Dinge, die während des Flohmarktes dann nicht verkauft werden, sollen bei einem neuen Termin erneut angeboten werden. „Wir werfen sie nicht weg. Da kommt kein Container, der das ganze Zeug dann wegschafft, das wollen wir nicht“, versichert Sayer. Wer wollte, konnte angeben, seine Schätze bei Nicht-Verkauf zurückzuerhalten. „Das war aber sehr selten der Fall. Aber es gibt natürlich immer Sachen, die keiner will“, erzählt Sayer.
Man habe im Vorfeld auch Kontakt zu „Antiquitäten-Profis“ gehabt, die oftmals ihr Kommen angekündigt haben. „Die stehen dann wahrscheinlich schon eine Stunde vor Eröffnung vor der Halle, um sich ihre Schätze zu sichern. Die wissen, was sie wollen“, vermutet Sayer lachend. Der Startschuss für den Dorf-Flohmarkt fällt um 11 Uhr, das Ende ist für 17 Uhr geplant. Da Stöbern zwischen ausgestopften Eichhörnchen und altem Christbaum-Schmuck bekanntlich hungrig macht, steht während der gesamten Veranstaltung ein Stand mit Kaffee, Kuchen und Roten Würsten bereit.
Info Wer am Flohmarkt-Sonntag am 29. Mai genug vom Stöbern in der Johanniter-Halle hat, kann ab 14 Uhr auch an geführten Hausbesichtigungen teilnehmen, bei denen auch über die Fördermöglichkeiten informiert wird. Wer sich für eine solche Führung interessiert oder weitere Auskünfte über die zu besichtigenden Objekte möchte, kann sich mit der Ortschaftsverwaltung Rexingen in Verbindung setzen, Telefon 07451/2432 oder per E-Mail an rexingen@horb.de