Kuhberg: Was den Anwohnern Sorgen macht

30 Ulmer gehen mit dem Oberbürgermeister über den Unteren Kuhberg und sagen, was ihnen Sorgen macht.

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Auf der Wunschliste der Stadt: die Bleidorn-Kaserne.  Foto: 

Treffpunkt Vereinsheim Kuhbergverein. Der war für den Stadtteilspaziergang am Samstagvormittag vorgegeben, bei dem Anwohner mit Oberbürgermeister Gunter Czisch „ins Gespräch kommen sollen“, wie er sagte. Doch die Anfahrt ist derzeit alles andere als einfach. Baustellen, Schilderwald – „ich hab’ gemerkt, wie schwer das am Kuhberg ist“, sagt Czisch, der verspätet eintraf. „Alle roten Schilder, die die Stadt hat, stehen hier.“ Die Baustelle Straßenbahnlinie 2 sei eine Belastungsprobe für die ganze Sadt. „Ich wünsch’ mir jeden Tag, dass sie fertig wird“, bekannte Czisch.

30 Anwohner hatten sich auf den Weg gemacht. Anwohnerin Elke Winterer war mit dabei, „weil der Kuhberg als Quartier erhalten bleiben soll. Alle lieben es, hier zu wohnen.“ Sie wollte hören, was die Stadt plant. Der Weg der Gruppe aus Anwohnern, OB und fünf Stadträten – Denise Niggemeier, Sigrid Räkel-Rehner, Wolfgang Schmauder, Reinhold Eichhorn, Gerhard Bühler –, führte den Speidelweg hinab. Vor der Bleidorn-Kaserne blieb Czisch stehen. „Unser Wunsch für Weihnachten“, sagte er. Die Kaserne gehört dem Bund, die Stadt möchte sie kaufen, um auf dem Gelände Wohnungen zu bauen.

In der Westerlinger Straße erzählte Anwohner Werner Lopp, dass es mit der Sanierung des Kanaldeckels vor seinem Haus seit Mai nicht vorangehe. Ständig werde er, wenn er bei der Stadt nachfrage, von Mitarbeitern vertröstet. Susanne Knäuer, persönliche Referentin des OB, notierte. Ebenfalls schrieb sie auf, als Elke Winterer nachfragte, wie es um jenes Haus im Weyermannweg bestellt ist, das die Stadt gekauft habe und in das jugendliche Obdachlose einziehen sollen. Wer betreut sie? Anwohner machen sich Gedanken.

An der Ecke Westerlingerstraße/Römerstraße, einer belasteten Kreuzung beim Bau der Linie 2, berichtete SWU-Projektleiter Ralf Gummersbach, was geplant ist: Nach den Pfingstferien soll für vier Monate die Römerstraße bis zum Römerplatz gesperrt werden. „Wo soll der Verkehr durch?“, fragte ein Anwohner. Gummersbach: „Durch die St. Barbara-Straße.“ Die sei nur einspurig befahrbar, meinte der Anwohner.

Im Vereinsheim angekommen füllten 15 Leute vorbereitete  Karten mit konkrete Anliegen aus. Czisch versprach: „Beim nächsten Stadtteilspaziergang, vielleicht im März 2019, liegen wir uns in den Armen und freuen uns über die Linie 2.“

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