Antikriegstag: Aufklärung über Drohnen

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"Drohnen haben inzwischen ein schlechtes Image, das ist doch schön", freut sich Thomas Mickan. Der junge Politikwissenschaftler arbeitet bei der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen, einer Art Friedensbewegung, und weiß viel über Drohnen und ihre negativen Auswirkungen. Ebenso engagiert er sich bei einer Anti-Drohnen-Kampagne. Vor 17 Zuhörern referierte Mickan im Haus der Gewerkschaften über den weltweiten Einsatz dieser unbemannten Flugzeuge. Der DGB-Kreisverband Ulm/Alb-Donau und das Bündnis gegen Rechts hatten für Sonntag, am Antikriegstag, zum Vortrag eingeladen: "Warum sind Drohnen so gefährlich."

Der Skandal um die Beschaffungs-Pannen beim Euro-Hawk habe der Öffentlichkeit verdeutlicht, dass die Bundesregierung weiterhin den Einsatz von Drohnen plant. Die Aufklärungsmaschinen, die von einer Bodenstation aus gesteuert werden, flogen bereits über Afghanistan, dem Kosovo und Mazedonien. Wiederholt seien die teuren Drohnen wegen Bedienungsfehlern abgestürzt. "Für solche Geschichten wird Geld rausgeschmissen", machte Mickan Stimmung gegen die Beschaffung. Bewaffnete Drohnen könnten "angeblich Schuldige einfach ausschalten". Auf die Weise werde das Rechtsstaatlichkeitsprinzip ausgehöhlt. Solche vorverurteilten Zielpersonen kämen gar nicht erst vor Gericht. Und: "Drohnen nehmen keine Gefangenen."

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