Anschluss ans Silicon Valley finden

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Das neue Innovationszentrum des Landes Baden-Württemberg im Silicon Valley wurde zunächst exklusiv in Ulm, gestern dann auch von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in Stuttgart präsentiert. Durch Kontakte der Digital-Initiative und der IHK Ulm war jedoch schon René van den Hoevel von der Außenhandelskammer in San Francisco mit Doris Fernholz vom Ministerium im Haus der Wirtschaft, um das Projekt „Innovation Camp BW Silicon Valley“ vorzustellen. Dabei sagte Hoevel: „So gut wie alle deutschen Dax-Konzerne sind mittlerweile im Silicon Valley vertreten, der deutsche Mittelstand aber fast nicht.“ Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erklärte vor diesem Hintergrund der Vorsitzende der Digital-Initiative, Heribert Fritz: „Es geht uns ja gut hier. Wir haben Schlaraffenland-Stimmung und in der Ulmer Region Weltmarktführer und einen starken Mittelstand. Im Vergleich zum Silicon Valley sind wir im Blick auf Innovation, Forschung und Entwicklung zwar keine Würstelbude. Aber sehr weit hinterher.“

„Handwerkszeug vermitteln“

Das normalerweise auf etwa drei Wochen angelegte Programm beginnt mit einem Bootcamp, in dem die Teilnehmer mit der Firmenlandschaft und den Gepflogenheiten des Valley vertraut gemacht werden. Danach geht es um Networking mit individuellen Gesprächspartnern sowie Unternehmensbesuche. Man wolle dabei konkretes „Handwerkszeug vermitteln“, sagte Hoevel in Ulm: „Es werden Türen aufgehen.“ Die Außenhandelskammer werde dabei jedwede logistische Unterstützung leisten und ein Rahmenprogramm vorbereiten, Eigenanteil der Teilnehmer: 5000 Euro.

Nach Hoevels Einschätzung sollten die Teilnehmer aus der Führungsebene regionaler mittelständischer Betriebe stammen – oder zumindest „mit hoher Durchdringung in die Geschäftsführung“. Zu diesem Punkt sagte Zwick-Chef Jan Stefan Roell, der, wie berichtet, auch als neuer IHK-Präsident in Ulm im Gespräch ist: „Ich denke, es sollte immer die Geschäftsführung vertreten sein. Das macht es leichter.“ Ziel des Innovationsaufenthalts ist es aus Sicht Hoevels, „dass die Leute mit dem einen oder anderen Produkt, mindestens aber mit der einen oder anderen Idee zurückkehren“.

Zur Betreuung des Projekts richtet das Wirtschaftsministerium vom 1. Februar an im Silicon Valley die Stelle eines Innovation-Scouts ein, berichtete Doris Fernholz. Wie sie in Ulm erläuterte, sollen nächstes Jahr drei Camps über die Bühne gehen: im Mai, September und Dezember. Näheres dazu auch auf der Website www.innocampusbw.de

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