Anklage gegen die Chefetage von Inhofer

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Diese Nachricht schlug gestern Nachmittag in der Region hohe Wellen: Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat Anklage gegen die Chefetage des Möbelhauses Inhofer in Senden erhoben, also gegen einen großen Namen der regionalen Wirtschaft. Wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht, handelt es sich um Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung.

Im Kern der Vorwürfe geht es darum, dass Inhofer zwischen 1999 und 2012 insgesamt 47 Mitarbeiter als freie Handelsvertreter oder Subunternehmer beschäftigt hat, ohne sie der Sozialversicherung zu melden und Beiträge abzuführen. Daher wurde Anklage gegen zwei Geschäftsführer im Alter von 78 und 47 Jahren - es handelt sich vermutlich um August und Edgar Inhofer - sowie gegen zwei "Angestellte mit Personalaufgaben" im Alter von 80 und 41 Jahren erhoben. Die Staatsanwaltschaft spricht nur von einer "Gesellschaft aus der Möbelbranche", es ist nach Vorermittlungen des Zolls (wir berichteten) aber klar, dass es um Inhofer in Senden geht.

Aus der Firma hieß es lediglich, man könne sich wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern. Inhofer kooperiere jedoch voll mit der Staatsanwaltschaft. Die Geschäftsleitung ist wohl teils im Urlaub. Die Termine bei der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Augsburg stehen noch nicht fest.

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