Anke Huckauf wird neue Gleichstellungsbeauftragte der Uni Ulm

Nach Monaten der Vakanz hat die Universität wieder eine Gleichstellungsbeauftragte. Psychologieprofessorin Anke Huckauf tritt ihr Amt am Freitag an.

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Anke Huckauf: Viel zu viele Frauen verlassen das System Uni.  Foto: 

Sie war die einzige Kandidatin, ihre Wahl durch den 21-köpfigen Senat erfolgte einstimmig: Anke Huckauf ist neue Gleichstellungsbeauftragte der Universität Ulm, am Freitag tritt die 46-jährige Professorin für Allgemeine Psychologie ihr Amt an – für zunächst zwei Jahre.

Damit endet eine mehr als dreimonatige Vakanzzeit. Huckaufs Vorgängerin Dr. Lucia Jerg-Bretzke war im vergangenen Herbst mitsamt ihrem Team aus Protest zurückgetreten. Grund war die Nichtgenehmigung einer zusätzlichen Stelle durch das Uni-Präsidium sowie generelle Unstimmigkeiten bezüglich des Budgets.

Im Nachhinein hat sich Jerg-Bretzke mit ihren Forderungen nun doch durchgesetzt. Huckauf sagt, sie habe vor ihrer Wahl zur Bedingung gemacht, dass das Gleichstellungsreferat angesichts permanent wachsender Aufgaben personell aufgestockt gehöre. Das Uni-Präsidium sehe dies nun ebenso und habe ihr die Schaffung einer zusätzlichen Referentenstelle zugesichert.

„Gleichberechtigung beschäftigt einen als Frau in der Wissenschaft ja quasi immer“, sagt Huckauf über ihre Motivation, für das Amt zu kandidieren. Immer noch zu viele Kolleginnen verließen im Lauf der Jahre das System Uni, weil Berufs- und Familienleben schwer zu vereinbaren seien. In der Schaffung von mehr Möglichkeiten zur Teilzeitbeschäftigung sieht die Psychologin ein probates Mittel, dem entgegenzuwirken. „Wir dürfen gar nicht erst zulassen, dass Frauen aussteigen.“ So schweben ihr beispielsweise spezielle Mentoring-Programme für junge Wissenschaftlerinnen vor.

Anke Huckauf hat seit 2009 eine W-3-Professur an der Uni Ulm inne. Die verheiratete Mutter zweier Kinder leitet die Abteilung für Allgemeine Psychologie und forscht insbesondere über visuelle Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Blickverhalten.

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