Alles unter einem Dach am Tannenplatz

Alle städtischen Dienstleistungen vor Ort: Das ist seit 2013 das Konzept des Sozialraumteams Wiblingen. Was gut funktioniert, wie im Bericht steht.

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"Es gibt ein sehr zufriedenstellendes soziales Klima innerhalb der Bewohnerschaft." Sagt Helmut Schnurr, Sachgebietsleiter der Abteilung Kinder, Familie, Jugendliche, über den Sozialraum Wiblingen. Und das, obwohl der Stadtteil "anspruchsvoll zu bearbeiten" sei.

Wenn es einer wissen muss, dann Schnurr: Seit 1981 arbeitet er im Stadtteil. In diesen 34 Jahren hat er einige Veränderungen erlebt, die nächste größere kommt im neuen Jahr: Zum 1. Januar werden die Abteilungen Kinder, Familie und Jugendliche (FAM) und Ältere, Behinderte und Integration (ABI) zur Abteilung Soziales zusammengelegt. Was man in Wiblingen in den vergangenen beiden Jahren schon mal geübt hat. Seit Juli 2013 arbeiten FAM und ABI dort bereits in einem Gebäude in der Buchauer Straße mit einem Sozialraum-Team nach dem Motto: Hilfe vor Ort, im Lebensumfeld der Menschen. Ein Angebot, das von Bürgern wie Kooperationspartnern als sehr positiv erlebt wird, wie Schnurr sagte.

Was sich sonst alles seit dem letzten Bericht zum Sozialraum von 2012, zu dem mit fast 22.000 Bewohnern auch die Ortschaften Unterweiler, Donaustetten und Gögglingen gehören, getan hat, darum ging es vor Kurzem im Jugendhilfeausschuss. Zum ersten Mal informiert der erweiterte Bericht nicht allein über die Jugendhilfe, sondern schließt auch die Bereiche Altenhilfe, Behindertenhilfe und soziale Vergünstigungen mit ein. Für all das hatte der Sozialraum 2014 knapp 1,8 Millionen Euro Budget.

Einen "sehr großen Run auf Vergünstigungen" gebe es, berichtete Schnurr. Allein in den ersten 10 Monaten dieses Jahres seien mehr als 850 Lobby Cards ausgegeben worden. Was wohl auch daran liegt, dass Wiblingen bei den alleinerzogenen Kindern und Hartz-IV-Empfänger seit 2008 in der Statistik auf dem ersten beziehungsweise zweiten Platz liegt. Die Fälle von Jugendgerichtshilfe und Strafunmündigen bewegen sich dort seit 2007 im oberen Drittel.

Dass das neue Sozialraumteam am Tannenplatz so gut angenommen wird, verdanke sich den bürgernahen Strukturen und der Einsatzbereitschaft der 29 Mitarbeiter, sagte Schnurr. Dem zollte auch Sozialbürgermeisterin Iris Mann Respekt: "Das Pilotprojekt war eine Herausforderung für die Kolleginnen."

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