Umbau für Vapiano beginnt: Das hat der Investor geplant

Vor der Neueröffnung der Restaurant-Kette Vapiano im früheren Modehaus Honer gibt es einen umfassenden Umbau: für drei Kochstationen und 200 Sitzplätze.

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Restaurant der Kette „Vapiano“: Bald Filiale in Ulm.  Foto: 

Im früherem Modehaus Honer laufen erste Rückbau-Arbeiten: als Vorbereitung auf den großen Umbau und Einzug der expandierenden Restaurant-Kette Vapiano. Im Zuge des Umbaus soll das östliche der zwei Honer-Gebäude praktisch entkernt und neu aufgebaut werden. „Das wird ein richtig neues Haus“, sagte der mittelständische Investor, der nach wie vor nicht genannt werden will. Nach Fertigstellung im Mai/Juni 2018 eröffnet Vapiano ein Restaurant im Erdgeschoss mit Außenterrasse am südlichen Münsterplatz – übrigens nicht im Franchise-System, sondern in Eigenregie.

Auf dieser Seite soll es auch eine neue Fassade geben, während die Front zur Neuen Mitte und zum Rathaus bleibt. Der Investor will auch neue Treppen bauen, um die oberen Etagen mit Büros zu erschließen. Der Innenhof dürfte mit großen Fenstern ein besonderes Highlight werden. Die Planung liegt beim renommierten Büro Braunger Wörtz. Der Investor strebt die Baugenehmigung bis Jahresende an.

200 Sitzplätze im Vapiano

Vapiano mietet etwa 1000 Quadratmeter langfristig an, darunter Nebenflächen im Untergeschoss. Im Ulmer Restaurant selbst wird es etwa 200 Sitzplätze geben, erläuterte Vapiano-Immobilienchef Werner Engels. Auch er spricht von einem „grundlegenden Umbau“ und „erheblichen Eingriffen“, insbesondere wegen der erforderlichen Technik.

So baut Vapiano entsprechend dem Live-Koch-Konzept drei Kochstationen ein: für Pasta, Pizza und Salat. Dort kann man sehen, wie das eigene bestellte Gericht entsteht. Die Wartezeit soll normalerweise zehn Minuten nicht überschreiten. Die neuerdings börsennotierte Firma (Sitz in Bonn) hatte Ulm nach Darstellung von Engels schon länger auf der Rechnung: „Das ist eine der Städte, die im Fokus waren.“

„Hohe Erwartungen“

Man habe entsprechend „hohe Erwartungen an den Standort“. Das liege mit daran, dass das Vapiano-Restaurant in der Nähe der touristischen Hauptattraktion Ulmer Münster liegt. Vom Münsterplatz aus kann man die Außenterrasse schon sehen. Und mit der Vorderfront liege man an der Neuen Mitte direkt gegenüber vom Rathaus. Die neu entstandene Gastro-Meile in der Nachbarschaft mit dem hochfrequentierten „Barfüßer“ sieht Engels als Vorteil und als Beweis dafür, dass der Standort passt: „Wettbewerb ist ein positiver Faktor.“

Es habe auch schon viele Anfragen von Vapiano-Freunden gegeben, wann die Restaurant-Kette endlich nach Ulm kommt – nachdem man im Süden in Stuttgart, Augsburg und München vertreten sei. Die Ankündigung im August habe „ungeheure Aufmerksamkeit“ im Internet ausgelöst. Vapiano beschäftigt in Ulm dann 60 Mitarbeiter.

Im Zuge des Projekts wird die westliche Seite des früheren Honer-Komplexes, die einem anderen Eigentümer gehört, baulich vollends abgetrennt. Dort soll dem Vernehmen nach nun – wie zunächst schon erwartet – ein neuer Laden für Designmöbel entstehen.

Standorte Vapiano verfügt über 187 Restaurants in 32 Ländern und beschäftigt annähernd 6000 Mitarbeiter. Nach dem neuen Geschäftsbericht nahmen die Umsätze im ersten Halbjahr um rund 41 Prozent zu.

Umsatz Auf vergleichbarer Fläche betrug der Umsatzzuwachs 6 Prozent, auf etwa 154 Millionen Euro bis Ende Juni. Die Expansion ist freilich teuer und verursachte daher einen Halbjahresverlust in der Bilanz.

Gewinn Zwar wird ein bereinigtes operatives Ergebnis von 16 Millionen Euro ausgewiesen, unterm Strich steht aber ein Konzernverlust von 13 Millionen Euro. Auch höhere Preise für Gemüse belasteten.

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