Acht Krippenplätze für Holzheim

Im Kindergarten „Pusteblume“ in Holzheim werden acht Krippenplätze für Kleinkinder eingerichtet. Die  Gemeinde vervollständigt ihr Betreuungsangebot.

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Die Pusteblume-Kinder basteln fleißig. Nun erhält die Einrichtung eine Krippe.  Foto: 

Rechtzeitig zu Beginn des neuen Kindergartenjahrs im September soll die Kinderkrippe Holzheim in Betrieb gehen. Bürgermeisterin Ursula Brauchle hat für den Start der Kleinkinderbetreuung im Vorfeld mit Kindergartenpersonal, Eltern und Genehmigungsbehörden gesprochen. Die Ergebnisse teilte sie im Gemeinderat mit.

„Man muss es starten, um zu sehen, wohin es geht“, sagte Brauchle. Wie und ob die Krippe angenommen werde, zeige sich erst, wenn das Angebot besteht. Das Risiko für Gemeinde und Kindergarten sei gering. Für 20 000 Euro kann der Gruppenraum im Kindergarten ausgebaut werden, um zusätzliche acht Krippenkinder aufzunehmen. Im Wesentlichen müssten neue Einrichtungsgegenstände angeschafft werden. Bislang werden Holzheimer Kinder unter zwei Jahren in der Krippe im Pfaffenhofener Ortsteil Berg untergebracht.  Die Gemeinde Holzheim zahlt für die Betreuung dort 60 000 bis 70 000 Euro im Jahr an den Nachbarort.

Langfristig ist dies nach Brauchles Meinung aber keine gute Lösung. „Es könnte sein, dass wir in Zukunft mit Belegungszahlen zu kämpfen haben“, meinte die Bürgermeisterin. Sinkende Geburtenraten könnten Kindergarten und Grundschule in Bedrängnis bringen. Deshalb sei es besser, wenn bereits die Krippenkinder in Holzheim betreut werden, um dann später auch Kindergarten und Grundschule im Ort zu besuchen.

Momentan werden im Kindergarten Pusteblume 76 Kinder im Alter ab zwei Jahren betreut. Ein Teil des bestehenden Gruppenraums soll nun für die Krippenkinder abgetrennt werden. Ebenso ein Schlaf- und Ruhebereich für die Kleinen. Sollte das Angebot gut angenommen werden, könne darüber nachgedacht werden, eine direkt Tür vom Krippenbereich zum Garten einzubauen.

Das vorhandene Personal reiche aus und sei für die kommenden Aufgaben qualifiziert. Neueinstellungen würden wohl nicht, oder nur in sehr geringen Maß, nötig sein. „Vielleicht eine Halbtagskraft“, sagte Brauchle. Weil die Gemeinde keine Zuschüsse benötigt, müsse auch kein Bedarf ermittelt und angemeldet werden. Sie wisse bisher von drei Elternpaaren, die Interesse gezeigt hätten. „Es ist wichtig, dass wir einen Anfang finden und mit der Zeit gehen.“

Von den Mitgliedern des Gemeinderats wurde der Krippen-Plan positiv aufgenommen. „Da passt alles“, befand Armin Frank (CSU/DG). Der Gemeinderat nahm den Vorschlag einstimmig an.

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