Abgestürzte Piloten werden in Ulm untersucht

Die beiden abgestürzten Hubschrauberpiloten der Bundeswehr, die sich am Montagabend im oberbayerischen Ettal aus dem Wrack ihrer Maschine retten konnten, werden im Bundeswehrkrankenhaus Ulm untersucht. Sie haben keine schwereren Verletzungen erlitten.

|

Der Pilot und der Hubschrauberkommandant waren auf einem Gebirgsübungsflug, als sich das Unglück ereignete. Die Maschine, ein moderner Kampfhubschrauber vom Typ Tiger, stürzte in unwegsamem Gebirgsgelände auf eine Wiese und ging sofort in Flammen auf. Die beiden Besatzungsmitglieder flohen aus dem brennenden Wrack und konnten sich in dem waldbewachsenen bergigen Gelände selbst auf den Abstieg machen. Sie wurden später von Rettungsmannschaften aufgenommen.

Noch am Montagabend wurden die beiden Soldaten ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm gebracht. Nach einer Bruchlandung oder einem Absturz erfolgt routinemäßig eine eingehende Untersuchung aller Beteiligten. Es ist nicht auszuschließen, dass in so einem Fall wegen des Absturzschocks und der vom Körper in einer solchen Extremsituation ausgestoßenen Endorphine eine schwere Verletzung etwa des Rückgrats nicht registriert wird, weil diese Stoffe das Schmerzempfinden stark unterdrücken. Noch in der Nacht wurden die beiden Soldaten von Ärzten untersucht, um Spätfolgen auszuschließen. Dabei wurden keine größeren Verletzungen festgestellt.

Die Absturzursache ist unbekannt, die Untersuchungen laufen, teilte die Bundeswehr mit. Feuerwehr und Polizei waren mehrere Stunden am Unfallort im Einsatz. Bis geklärt ist, ob ein technischer Defekt verantwortlich sein könnte, der auch bei anderen Maschinen dieser Bauart auftreten kann, hat die Bundeswehr ein Startverbot über alle "Tiger" verhängt. Die Bundeswehr verfügt über 29 Maschinen dieses Typs, einige sind auch in Afghanistan im Einsatz.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mieter entsetzt über Kahlschlag in grüner Oase

Mieter einer Villa am Michelsberg sind entsetzt über den Kahlschlag ihrer Grünflächen, die eine Oase für Pflanzen und Tiere gewesen sein soll. Die Ulmer Wohnbaugenossenschaft UWS hat die Maßnahmen angeordnet. weiter lesen