St. Elisabeth-Stiftung  unterstützt Langzeitsarbeitslose

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Langzeitarbeitslos. Das klingt nach Jahrzehnten ohne Job – ist es aber nicht. In Deutschland gilt man schon als langzeitarbeitslos, wenn man ein Jahr ohne Job ist. Die St. Elisabeth-Stiftung  unterstützt Langzeitsarbeitslose dabei, wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen,  macht sie fit für den ersten Arbeitsmarkt. Von der Dependance in der Magirusstraße 28 im Ulmer Westen aus werden Dienstleistungen wie Entrümpelungen und Kleinumzüge gemanagt, im Gebrauchtwarenmarkt gibt es gespendete Möbel, Bücher und mehr. Ein Magnet ist das Reparatur-Café, bei dem zweimal im Monat mit Hilfe von ehrenamtlichen Tüftlern kaputte, liebgewordene Dinge instandgesetzt werden.

Bis vor drei Jahren waren der Bereich Dienstleistungen und Markt noch ein Beschäftigungsbetrieb der Caritas. Dann hat die St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee übernommen. Inhaltlich geändert hat sich dadurch praktisch nichts, auch das Angebot „Stromspar-Check“ ist geblieben. Dabei forsten speziell ausgebildete Mitarbeiter die Haushalte von Menschen mit geringem Einkommen kostenlos nach Energiefressern durch. Einen extra Strom-Check gibt es für Flüchtlinge, wenn sie aus den Sammelunterkünften in eine eigene Wohnung ziehen. „Damit die Verständigung klappt, haben wir einen Flüchtling aus Afghanistan und einen Mitarbeiter aus dem Libanon. Beide sprechen arabisch“, sagt Stefan Hein, Teamleiter von Dienstleistungen & Markt der St. Elisabeth-Stiftung in Ulm.

Rechnet man die vielen ehrenamtlichen Helfer mit, koordiniert Stefan Hein rund 100 Arbeitskräfte. „Natürlich nicht alle in Vollzeit“, sagt der studierte Betriebswirt und Sozialpädagoge. Mancher Mitarbeiter sei nur alle zwei Wochen für drei bis vier Stunden da. Die St. Elisabeth-Stiftung beschäftigt die Langzeitarbeitslosen in Kooperation mit den Jobcentern. Dazu gehören sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und Beschäftigungsmaßnahmen wie  1 Euro-Jobs.

„Wir sind auf Zuschüsse und Spenden angewiesen“, betont der 35-Jährige. So könnten Menschen ein Jahr lang beschäftigt werden. Die Unterstützung der Aktion 100.000 und Ulmer helft ermögliche ihm, motivierte Mitarbeiter ein weiteres Jahr anzustellen. „Dann sind sie eingearbeitet, man muss niemanden neu einlernen. Und sie fühlen sich wertgeschätzt“, betont Hein, dem es wichtig ist, in Menschen und nicht in Material zu investieren. Das Konzept – Dienstleistungen und Markt, Stromspar-Check, Reparatur-Café – kommt gut an. Stefan Hein: „Wir sind stark gefragt.“

Die St. Elisabeth-Stiftung (SES) mit Sitz in Bad Waldsee ist Trägerin des Beschäftigungsbetriebs SES Dienstleistungen & Markt Ulm. Der Betrieb ist Teil des Geschäftsbereichs
Heggbacher Werkstattverbund. Die SES ist eine kirchlich-karitative Stiftung und Mitglied des Caritasverbandes der Diösese Rottenburg-Stuttgart. Mehr Info im Internet: www.
st-elisabeth-stiftung.de

Wer Sachspenden wie gut erhaltene Möbel hat, die im Markt  verkauft werden können, kann sie abholen lassen. Tel.: (0731) 403 46 50.

Der Markt in der Magirusstraße 28 hat Mo bis Fr von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Dienstleistungen und Waren stehen jedem offen. Geringverdiener zahlen weniger.

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