„Was will das Herz mehr?“

Der Öffentliche Personennahverkehr im Kreis Neu-Ulm erlebt mit dem neuen Zug-Bus-Konzept den größten Umbau seit 50 Jahren. Den Start in die Regio-S-Bahn haben Hunderte von Menschen mit der Reaktivierung der Strecke nach Weißenhorn gefeiert.

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Am Samstag fuhr sie noch kostenlos und im Showbetrieb. Am Sonntag hat sie ihren Regelbetrieb aufgenommen: Die neue S-Bahn zwischen Ulm und Weißenhorn mit Zwischenhalten in Neu-Ulm und Senden. „Ich bin dankbar, dass das Werk nach zwei Jahrzehnten harter Arbeit nun gelungen ist“, sagte Landrat Erich Josef Geßner am Samstag bei der Eröffnungsfeier am neuen Bahnhalt mit dem angegliederten, in Windeseile gebauten Busbahnhof in Weißenhorn. Diese hatte am Samstag begonnen, nachdem die Regionalbahn kurz nach 9.30 Uhr eine Punktlandung hingelegt hatte – an Bord viele Kommunalpolitiker, Bürgermeister, Nahverkehrsplaner und Menschen, die schon gespannt waren auf das neue Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr in der Region. „47 Jahre lang war die Strecke für den Personennahverkehr aufgegeben“, ergänzte Geßner. Nun laufe das Bähnle wieder, wie es fast schon liebevoll in Weißenhorn genannt wird. Dem Oberbürgermeister der Stadt Ulm Ivo Gönner, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) Matthias Berz und Ingo Wortmann, dem Chef der SWU-Tochter Verkehr, dankte Geßner für die unternehmerische Initiative, die Strecke zunächst gepachtet und dann erworben zu haben, um sie vor dem Ausverkauf zu retten. „Was regionale Belange angeht, ist der Ulmer OB ohnehin ein nimmermüder Taktgeber“, ergänzte Geßner. Das Ziel: Ein Netz von Schienenstrecken für den Personennahverkehr entstehen zu lassen, das zu ein modernen S-Bahn-Netz mit dem Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm in der Mitte ergibt. „Hier haben wir einen ersten wichtigen Schritt getan.“ Denn in Verbindung mit der Illertalbahn bekomme zum Beispiel Senden jetzt schon einen Halb-Stundentakt.

 

Nun sei die Region stärker, schneller und bequemer mit Ulm verbunden. „Was will das Herz mehr?“, sagte Ivo Gönner. Das Angebot diene Arbeitern, Schülern wie Rentnern gleichermaßen. Gönner wie auch Geßner forderten die Menschen auf, das Angebot auch zu nutzen, „sonst war alles Schall und Rauch“. Es sei ein wichtiges Merkmal für eine Region, die auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellen Gebiet ihre Stärken ausspielen will, eine gute Infrastrukur zu haben. Dazu gehöre der Öffentliche Personennahverkehr wie der Ausbau des überregionalen Netzes – der Neubau-Strecke Stuttgart-Ulm müsse deshalb der durchgehende Ausbau der Schienenstrecke in Richtung München erfolgen. Die Bahn-Tochert DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) hat den Zuschlag für den Betrieb der Linie nach Weißenhorn bekommen. Gefahren wird jeweils zur Minute 32 von Ulm ab und zur Minute 02 von Weißenhorn. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm haben rund zehn Millionen Euro in die Sanierung des Schienenstrangs und der technischen Einrichtung und den Bau von neuen

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