„Was Frauen wirklich wollen“ im Theaterei-Zelt

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„Was Frauen wirklich wollen“ bietet unterhaltsame Beziehungs- Comedy mit Marisa Maddaluno und Kolja Heiß.  Foto: 

Boah, ist die Frau kompliziert! Sie heißt Franziska, ist Single und sucht einen Mann. Aber nicht einfach irgendeinen, sondern den Mann fürs Leben. Der soll witzig sein, aber nicht zu witzig, sportlich, aber nicht zu sportlich und natürlich intelligent, romantisch, zärtlich . . . – doch gibt es diesen Mister Perfect überhaupt?

In der Beziehungs-Komödie „Was Frauen wirklich wollen“, die am Freitag im Theaterei-Zelt Premiere feierte und damit die sommerlicher Spielsaison der Theaterei Herrlingen eröffnete, dreht sich alles um die (vermeintlichen) Bedürfnisse der Frau. Obwohl das Stück von Sabine Misiorny und Tom Müller viele Rollenklischees bedient, ist die Inszenierung von Regisseurin Marion Weidenfeld doch originell, weil sie ziemlich flott und ein bisschen verrückt daherkommt. Schließlich spielt die kurzweilige Komödie in einer Karaoke-Bar, und Franziskas Leidenschaft ist das Singen.

Zwölf bekannte Evergreens interpretiert die Schauspielerin und Sängerin Marisa Maddaluno als Franziska mit ihrer tiefen Stimme auf eine sehr kesse und reizende Art. Sie rappt zu „Wannabe“ von den Spice Girls, spielt Luftgitarre zu „Bohemian Rhapsody“ von Queen und tanzt zu „Twist And Shout“ von den Beatles. Beim Singen flippt sie über die Bühne, springt über die Bar und schmeißt sich auf die Knie. Dabei haucht, grollt oder schreit sie ins Mikrophon – wow, was für eine Performance!

So leidenschaftlich wie Marisa Maddaluno als Karaoke-Sängerin auftritt, so wandelbar zeigt sich ihr Bühnen-Partner Kolja Heiß als Schauspieler. Mal spielt er einen selbstverliebten Dandy, mal einen skurrilen Party-Helden, ein schüchternes Muttersöhnchen oder einen sexgierigen Gigolo – alles Männer mit denen Franziska Verabredungen hat. Immer wieder schlüpft er auch in die Rolle des Barkeepers Christian, der am Ende des Stücks gemeinsam mit Franziska ein sehr romantisches Duett zu Johnny Cashs Song „Ring Of Fire“ singt.

Während der ironischen und teilweise sehr überspitzten Dialoge werden eher seichte Phrasen gedroschen. Es geht zum Beispiel um Klischees wie: warum Männer nicht nach dem Weg fragen und Frauen dauernd Komplimente hören wollen.

Zusammen mit der kreativen und witzigen Interpretation der Lieder und der guten Besetzung aber gelingt ein amüsanter, sorglos wohltuender Theaterabend mit viel Musik, der manchen Zuschauer vielleicht zu etwas Nostalgie verführt.

Info Die nächsten Vorstellungen: Freitag, Samstag (jeweils 20 Uhr) und Sonntag (19 Uhr).

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