"The Voice of Germany": Zwei Stimmen aus der Region Ulm

Derzeit heißt es wieder "Bühne frei" für die Kandidaten von "The Voice of Germany": Leute singen sich im Fernsehen schier die Seele aus dem Leib, um zu gewinnen. Zwei junge Kandidaten aus der Region Ulm sind dabei.

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Neue Runde, altes Spiel: Derzeit läuft die dritte Staffel von "The Voice of Germany", diesmal sind Kandidaten aus der Region dabei. Romina Amann ist am Freitag im Fernsehen zu sehen, Léon Rudolf nächste Woche.  Foto: 

Plan A ist – gewinnen. Und Plan B? „Auch gewinnen.“ Das habe Romina Amann (22) aus Blaubeuren der Jury in der Castingshow „The Voice of Germany“ geantwortet, erzählt sie, als sie nach ihren Plänen fürs Leben befragt wurde.

Gesungen habe sie schon immer. „Als mich meine Oma aus dem Kindergarten abgeholt hat, später im Kinderkirchenchor, ich habe immer geträllert.“ Noch ein paar Jahre später nahm sie Gesangsunterricht, war in einer Schülerband – irgendwie logisch, dass sie nun bei einer Castingshow mitmacht. Am Freitagabend wird sie im Fernsehen zu sehen sein (20.15 Uhr, Sat 1), bei einer der Vorrunden von „The Voice“, die in Berlin aufgezeichnet wurde. Über deren Ausgang, also ob sie weiterkommt oder nicht, darf sie jedoch nicht reden.


Die Castingshow gilt als die anständige Show im sonst schmutzigen Geschäft. Während andere Sendungen mäßig talentierte Bewerber vorführen, will „The Voice“ anders sein. Amann bestätigt das Selbstbild der Show. Sie habe keine Angst sich zu blamieren: „Niemand wird blöd dargestellt.“ Alle, die dort auf der Bühne stehen, könnten singen.

Das kann Amann auch, die sich damit ihren Lebensunterhalt bereits verdient. Sie hat in Ulm den Beruf einer Rechtsanwaltsfachangestellten gelernt, aber gekündigt, um ein Jahr lang auf dem Kreuzfahrtschiff MSC Orchestra zu singen. Das war 2011. Mittlerweile lebt sie von Auftritten mit einer Partyband.

„The Voice“ ist auf sie aufmerksam geworden, auf Musikvideos von ihr im Internet. Sie wurde angeschrieben, ob sie nicht mitmachen wolle. Täuschung? Romina sieht das anders. „Bewerben musste ich mich immer noch selbst.“ Sie erhofft sich gute Tipps von den Coaches, sich zu verbessern. Deswegen ist sie dabei. Zu den Regeln gehört, dass Juroren, wenn ihnen eine Darbietung gefällt, buzzern und sie sich als Mentor für den Kandidaten bewerben. Buzzern mehrere, darf sich der Kandidat für einen Coach entscheiden. Wen würde Romina wählen? „Samu, den find’ ich cool. Der ist rockig, aber auch sanft. Da könnte ich mir viel abgucken.“

Léon Rudolf (20) ist vielen Ulmern als Gitarrist, Sänger und Schlagzeuger der Band „Short Sellers“ bekannt. Er hat andere Gründe, um bei „The Voice“ mitzumachen: „Das bietet mir eine Plattform, um meine Message von love und peace weiterzugeben.“ Mit Musik „positive Energie“ weitergeben – das will Rudolf. Ob ihm das über diese Plattform gelingt? Er ist überzeugt davon, dass „The Voice“ eine gute Castingshow ist. „Das ist die einzige Show, die ich mir angeguckt habe. Bis zu den Liveshows, ab da war es dann die typische Castingshow.“

Rudolf stammt zwar aus einer Gemeinde nördlich von Ulm, doch er stellt sich stets so vor: „Ich bin Léon aus Ulm.“ Weil es seiner Ansicht nach gut klingt. Und weil er die Schule in Ulm absolviert hat, viele Freunde in der Stadt habe. Momentan lebt er in Mannheim und studiert dort Singer/Songwriter an der Popakademie. Überhaupt lief es in diesem Jahr gut für ihn. Er hat in der Sparte Pop-Musik den Förderpreis der Stadt Ulm gewonnen, der am 8. November verliehen wird.

Die Sendung mit Léon wird am Donnerstag, 31. Oktober, ausgestrahlt, 20.15 Uhr auf Pro 7. Was ist, wenn keiner der Coaches für ihn buzzert? „Dann ist es schade, aber dann gehe ich trotzdem mit gutem Gefühl von der Bühne.“ Das habe er vor der Show mit sich ausgemacht.
 
 

 

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