"Rock the Ballet"-Tanztruppe begeistert in der Ratiopharm Arena

Es gibt sie wirklich: diese Männer mit den Waschbrettbäuchen! Zu bewundern waren sie jetzt in der Ratiopharm Arena, wo die "Bad Boys of Dance" ihre Astralkörper in der Show "Rock the Ballet" präsentierten.

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Die "Bad Boys of Dance" sprühen buchstäblich vor Leben. Foto: Volkmar Könneke

Der Anblick der "Bad Boys of Dance" am Freitagabend war ein Vergnügen - besonders für die anwesenden Damen, für die anwesenden Träger "mittlerer Ringe" vielleicht etwas weniger. Allen gemeinsam war aber bald klar: Wer ein solches Repertoire an Sprüngen, Spagaten, Flick-Flacks und Pirouetten drauf hat, muss sich dies sehr hart erarbeiten und hat kaum die Zeit, sich ein Bäuchlein angedeihen zu lassen.

Jedenfalls wurde auch derjenige, der keine Ahnung von Ballett oder Tanz im weitesten Sinn hat, von der Truppe gerockt, wie es heutzutage so schön heißt.

Und dies hatte nicht nur mit den eingangs erwähnten Waschbrettbäuchen zu tun. Obwohl eine gute Musikshow natürlich auch sexy sein darf - besser: sein muss. Dennoch, Waschbrett hin oder her, es gehören eine Menge Zutaten dazu, um eine wirklich heiße Performance zu kreieren. Da wäre die wohl wichtigste Zutat: Musik. "My Sharona", schon mal eine Nummer, die auch zähe Zeitgenossen nicht kalt lässt. Was fürs Herz? Was liegt näher, als das gute alte "I dont want to miss a thing" von Aerosmith.

Aber es gibt auch Coldplay und Justin Timberlake und die Bee Gees und Michael Jackson. Eine wirklich gute Auswahl an hörbarer und vor allem tanzbarer Musik.

Rock the Ballet sprüht dabei vor Leben und gesunder Leidenschaft. Dabei haben die Bad Boys of Dance die Kunst des Ballett-Tanzes regelrecht gelernt und haben dementsprechend das gesamte klassische Repertoire drauf. Das blitzt immer mal wieder durch, ohne den aktuellen Charakter der Choreografie von Adrienne Canterna zu unterlaufen.

Eine Frau, die nicht nur in Schritten und Bildern denkt, sondern ihre Ideen auch selbst auf die Bühne bringen kann. Am Freitag war sie der weibliche Kontrapunkt zu den "Bad Boys" und zusammen mit dem gefühlten Vortänzer James Boyd für die emotionalen Höhepunkte zuständig. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann Rasta Thomas, dem kreativen Kopf der Companie, das Konzept der Bad Boys und der Show entwickelt: klassisches Ballett und die neuen Aspekte des Tanzes, Hip Hop und Jazz Dance mit Popmusik zu kombinieren. "Rock the Ballet" eben.

Eine naheliegende Idee, wenn man es kann und wenn man neben dem tänzerischen Handwerk versteht, dass zu einer modernen Show auch aktuelle Medien wie Video-Projektionen gehören.

Ohne die Bilder und Animationen, die hinter den Tänzern über die Bühne zucken, wäre die gesamte Show wohl nur die Hälfte wert. Das ist keineswegs übertrieben. Was der dafür zuständige William Cusick zur Musik gebaut hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes manchmal umwerfend. Das flirrt und wabert und strömt und explodiert; märchenhaft altväterliche Straßenszenen verwandeln sich in hektische City-Lights, und gemächlich pulsierende Kubusse mutieren zu bedrohlich hämmernden Maschinenmonstern. In ihren besten Momenten ergänzen sich die Bewegungen auf der Leinwand und die Dynamik der Musik und der Tänzer zu einer faszinierenden Reizekonstellation, der man sich nicht entziehen kann.

Bildergalerie unter swp.de/bilder

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