"Ostbahnhof ans Quartier anbinden"

Mit dem Neubaugebiet an der Marchtalerstraße gewinnt der Ostbahnhof als Haltepunkt neue Bedeutung. Dringender Wunsch: eine Anbindung.

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Zum einen hat gerade erst der Abriss der ehemaligen Betriebsanlagen der Schwabengarage an der Marchtalerstraße begonnen. Zum anderen ist bereits der Startschuss erfolgt für den Verkauf der ersten von insgesamt 109 Wohnungen, die dort bis 2015/16 in drei Bauabschnitten entstehen auf dem derzeit größten stadtnahen Ulmer Wohngebiet (wir berichteten am Samstag). Bauträger und Architekt rechnen damit, dass mit der Hochbebauung Ende dieses Jahres, spätestens im Januar/Februar 2013 angefangen werden kann.

Ein Problem bleibt ungelöst: der von allen Beteiligten - künftigen Bewohnern, Bauträgern, Stadt - gewünschte Anschluss des neuen Wohnquartiers an den auf der gegenüberliegenden Seite der Brenztalbahn-Schienen liegenden Ostbahnhof. Peter Fink (Büro Mühlich, Fink & Partner), Planer des neuen Wohnquartiers, hat optional zwar eine Fußgängerbrücke vorgesehen.

Doch wer soll sie bezahlen? Die Diskussion darüber erinnert an den Streit um einen fünften Bahnsteig im Zuge des Umbaus des Hauptbahnhofs. Auch im Fall des Ostbahnhofs fühlt sich niemand zuständig für eine Investition, die Nutzern des Nahverkehrs zugute käme. So lange aber nicht geklärt ist, wer einmal den Zuschlag für den Betrieb dieses Nahverkehrs auf der Schiene - Stichwort: regionales S-Bahn-Konzept - erhält, so lange nimmt niemand Geld in die Hand; weder Bahn, noch Stadtwerke, noch Stadt, private Bauträger schon gar nicht.

Dabei zeigt sich bereits zum Start der Vermarktungen der Wohnungen, welche Bedeutung guten Schienenverbindungen in Zukunft beizumessen ist. Günther Zeller von RI Immobilien GmbH, dem Bauträger an der Marchtalerstraße: Es gebe über einen bereits erfolgten Kaufabschluss hinaus weitere Interessenten aus Stuttgart an Wohnungen in Ulm, speziell in der Marchtalerstraße. Deren Rechnung sei, von dort ("die Anbindung an den Ostbahnhof wäre wirklich optimal, sie ist höchst wünschenswert") nach nur einer Haltestation am Hauptbahnhof zu sein und nach Fertigstellung der ICE-Neubaustrecke Stuttgart dann in einer halben Stunde zu erreichen. Zeller: "Von Ulm aus wird man dann schneller im Stuttgarter Zentrum sein als von manchem Stuttgarter Außenbezirk aus."

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