29. Donau-Cup: „Jetzt gibt jeder alles!“

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  • Rund 100 Mal müssen die Drachenbootfahrer auf der 250 Meter langen Regattastrecke die Stechpaddel möglichst weit vorn eintauchen und mit Schmackes durchziehen. Das kann ganz schön anstrengend werden.  1/2
    Rund 100 Mal müssen die Drachenbootfahrer auf der 250 Meter langen Regattastrecke die Stechpaddel möglichst weit vorn eintauchen und mit Schmackes durchziehen. Das kann ganz schön anstrengend werden. Foto: 
  • Die Zeppelinos aus Friedrichshafen haben bei den Drachenbootrennen abgeräumt und auf gutes Aussehen gesetzt. 2/2
    Die Zeppelinos aus Friedrichshafen haben bei den Drachenbootrennen abgeräumt und auf gutes Aussehen gesetzt. Foto: 
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Haut richtig rein!“ und „Jetzt gibt jeder alles!“ Von solchen Anfeuerungsrufen unterstützt haben sich die Akteure auf dem Wasser wirklich voll ins Zeug gelegt und sind gepaddelt oder gerudert, dass es nur so spritzte. Zwei Tage herrschte in der Friedrichsau fröhliche Regatta-Stimmung: Der Ulmer Ruderclub Donau (URCD) hat seinen 29. Donau-Cup veranstaltet. Am Samstag waren die Drachenbootrennen, an denen 40 Teams teilnahmen,  und am Sonntag ging die vierte Benefiz-Regatta Rudern gegen Krebs über die nasse Donau-Bühne. 106 Vierer-Mannschaften gingen dabei an den Start. Allesamt Freizeitmannschaften ohne große Rudererfahrung, die im Vorfeld vier Mal miteinander trainiert hatten.

Der Erlös der zwei Tage geht an die Stiftung Leben mit Krebs, die Sport- und Bewegungsprogramme für Krebspatienten finanziert. Die gibt es auch in Ulm, angesiedelt bei der Sport- und Rehabilitationsmedizin  der Uni. Fünf Patientenboote bewiesen ihr Können an den Skulls.

250 Meter können ganz schön lang und kräftezehrend sein. Die Länge der Rennstrecke, die für beide Bootsklassen galt, stellte die Hobbymannschaften manchmal vor konditionelle Probleme. „Wir sind hintenraus abgesoffen, da ging nichts mehr“, war von den noch atemlosen Diakonie-Drachen nach ihrem ersten Lauf zu hören, in dem sie den vierten Platz kassiert hatten.

Weil das erklärte Ziel war, nicht auf den letzten Platz zu kommen, nahm sich das Team vor: „Das nächste Mal gibt es am Schluss noch 20 starke Schläge.“ Rund 100 Paddelschläge braucht man für die 250 Meter. Und so trieben die 16 Diakonie-Drachen bei den nächsten Läufen ihre Stechpaddel noch beherzter ins Wasser und zogen durch, so gut es ging – am Ende landeten sie auf Platz 22  – von 24. Womit das Ziel glücklich erreicht war.

Größeren Ehrgeiz legte der Ruder-Vierer Testing Power von Zwick Röll an den Tag. Vor dem Start gab es noch eine kurze Strategiebesprechung: An der Sitzreihenfolge wird nichts geändert; erst mit Rudern aufhören, wenn der Steuermann das sagt. Am Start zog Testing Power ordentlich los, angefeuert von den Kollegen am Ufer. Aber kurz vor der Ziellinie holte die Konkurrenz auf und schob sich nach vorn. „Wir waren gut“, meinten die Ruderer zu ihrem Platz zwei in diesem Lauf. Worauf die Kollegen spöttelten: „So richtig dominant wart ihr aber nicht.“

Zwei Tage lang herrschte an der Donau gute Stimmung. Der URCD schaffte dafür die Basis mit einer reibungslosen Organisation, in die 400 freiwillige Helfer eingebunden waren.

Und was machte nun Sieger aus? Manchmal waren es knackige Schlachtrufe, manchmal witzige Namen (wie die Fruchtwassermatrosen von der Uni-Frauenklinik, Beamtenschweiß der Mitarbeiter der Stadt Ulm oder Schub Art vom Schubart-Gymnasium)  und manchmal auch gutes Aussehen. Insbesondere beim Drachen-Cup stachen die römischen Kostüme der Zeppelinos heraus. Die Kanuten vom VfB Friedrichshafen waren mit 50 Mitgliedern angereist. Die Frauen trugen weiße Togas mit roten Schärpen, die Männer rote Umhänge und Gladiatorenhelme. Zur Abschreckung der Gegner? Nein, versicherten die Gäste vom Bodensee, aber „schick aussehen ist das A und O“. Tatsächlich haben die Zeppelinos in allen vier Drachenboot-Klassen die ersten Plätze abgeräumt.

Drachenboote Beim Drachencup   am Samstag sind 40 Teams in vier Rennklassen angetreten.
Die Platzierungen:
16er Mixed: 1. Zeppelinos Team A, 2. Gelato Allstars, 3. San Tours.
10er Small Mixed: 1. Zeppelinos Team B, 2. Peri Dagon Boat Team II, 3. Peri 69er Wikings.
16er Open: 1. Zeppelinos Team C, 2. Reinzianer, 3. S+K Männerboot.
16er Frauen: 1. Zeppelinos Team E, 2. Kanalratten, 3. S+K Frauenboot

Ruderregatta Bei der Ruderregatta am Sonntag  hatten sich 106 Vierer-Ruderteams gemeldet. Gerudert wurde in vier Klassen:

Männer: 1. Hochschule Ulm/Fahrzeugsystemtechnik, 2. T-Komplex Uzin Utz, 3. Rewe Kriegel 1

Frauen: 1. Ulmaratio GHD, 2. Vier Kurze/TSV Albeck, 3. X-Ray Racers II/Radiologie Uni Ulm

Mixed: 1. Fruchtwassermatrosen I, 2. Mixed Coxed Four Uzin Utz, 3. Concrete of the Seas/Schwenk

Superfinale: 1. Hochschule Ulm/Fahrzeugsystemtechnik, 2. Fruchtwassermatrosen I, 3. Ulmaratio GHD

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