„Bürgerentscheid ohne Wenn und Aber!“

60 Holzschwanger bei der Informationsveranstaltung zu Kreisfreiheit von Neu-Ulm.

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Teil drei der Informationstour in Sachen Kreisfreiheit führte den Neu-Ulmer Oberbürgermeister am Mittwoch­abend nach Holzschwang in die Vereinshalle. Gemessen an der Zahl der Einwohner des Stadtteils war die Veranstaltung mit rund 60 interessierten Zuhörern abermals gut besucht. Wie schon zuvor in Ludwigsfeld und in Pfuhl. Gerold Noerenberg referierte erneut 75 Minuten lang, diesmal unterstützt von Kämmerer Berthold Stier, der sich im Verlauf der Diskussion ebenfalls für die Kreisfreiheit stark machte.

Aber so richtig Begeisterung zum angestrebten Nuxit wollte auch in Holzschwang nicht aufkommen. Keine einzige Stimme, die den OB irgendwie unterstützte, nach dem Motto: Toll, was die Stadt vorhat. Ganz im Gegenteil. Schon die allererste Wortmeldung konnte der OB durchaus als Kritik an seinen Werbeveranstaltungen durch die Stadtteile verstehen: „Mir fehlen einfach die Argumente der Gegenseite“, sagte einer und schob gleich nach: „Und am Ende muss ohne Wenn und Aber ein Bürgerentscheid her, auch wenn schon wieder das unsägliche Wort von der zu hohen Komplexität zu hören war.“

In der Tat hatte sich Noerenberg abermals gegen einen Bürgerentscheid ausgesprochen. Außerdem sei es nicht seine Sache, die notwendigen Unterschriften dafür zu sammeln. Und mit ihm, so ließ er durchblicken, werde es auch kein Ratsbegehren geben.

Diskutiert wurde knapp eine Stunde lang, und die Fragen bezogen sich auch auf die Zukunft der Krankenhäuser. Die in dieser Frage fehlende Einigkeit im Landkreis, so mutmaßte einer, habe dazu geführt, dass Neu-Ulm kreisfrei werden wolle. Das stellte Noerenberg in Abrede. Er begründete den Nuxit mit der Zahl der Einwohner Neu-Ulms: „Wir sein einfach zu groß geworden.“ Was in Holzschwang nicht jedem gefiel: „Da kommt halt voll die Kirchturmpolitik raus.“

Mark Lörz, der neue Chef des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, sprach die weiterführenden Schulen an, die dann in die Obhut der Stadt gelangen würden. „Wir sind gut ausgestattet und mit dem Landkreis gut gefahren.“ Das werde auch in Zukunft so bleiben, versicherte Noerenberg.

Info Zwei weitere Veranstaltungen zum Nuxit folgen: am Donnerstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr in der Vereinshalle in Steinheim und am Montag, 6. November, um 19 Uhr im Edwin-Scharff-Haus für die Innenstadt.

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