"Babys in Bewegung" - Turnen für die Kleinsten

Tragen, greifen, tasten, fühlen und strampeln: Das Kursangebot "Babys in Bewegung" des VfB Ulm ist weit mehr als eine Krabbelgruppe.

|
Was wohl unter dem Eimer steckt? Und was kann man damit alles machen? Solche Fragen bringen Babys in Bewegung.  Foto: 

Donnerstags ist Baby-Zeit in der Turnhalle des VfB Ulm. Da krabbeln die fast Einjährigen unter Anleitung von Sabine Schönthaler und unter Aufsicht ihrer Eltern durch den Raum, in dem verschiedene Spielstationen, Schiebetonnen und ein Bällebad aufgebaut sind. "Ziel ist es, den Babys Anreize zum Bewegen zu geben", sagt die Jugend- und Kursleiterin des Sportvereins.

Seit ein paar Jahren bietet sie diesen Baby-Kurs an, noch immer ist er in der Ulmer Vereinslandschaft ein Publikumsmagnet - und lockt viele in den Verein. Nicht nur vom Eselsberg kommen die Eltern mit ihren Kleinkindern jeden Donnerstag zu dem Kurs; auch aus der Weststadt und Neu-Ulm.

Etwa Arturo Arango mit seinem Sohn Leonardo. "Er ist schon gut beieinander", sagt er über ihn. "Zehn Kilo hat er bei der U6 auf die Waage gebracht." Er rollt ihm einen Ball zu, dem Leonardo schnell hinterher krabbelt. Auch im Krabbeln ist er schon ziemlich fix. "Da nimmt sich David Leonardo als Vorbild", sagt eine Mutter anerkennend. Sich jemanden zum Vorbild nehmen - das ist die Idee, die hinter dem Kurs steckt. "Schon im Alter von vier Monaten kann man Kindern Anregungen geben, um sich zu drehen oder sich aufzurichten. Viele Babys nehmen das in der Gruppe bewusst wahr und ahmen das nach", sagt Schönthaler.

Forschungsergebnisse belegen, dass körperliche Bewegung die kognitive Entwicklung eines Kindes positiv beeinflusst. Am Anfang der anderthalb Stunden wird zunächst in der Gruppe gespielt. Dann dürfen die Kleinen wählen. Die bald einjährige Leonie robbt eine Rampe hinauf, wird oben von ihrer Mama umgedreht und krabbelt zum Planschbecken zurück. "Massagekurse und Babyschwimmen haben wir schon gemacht", erzählt Christine Kunze. Aber ein solches Sportangebot für die Kleinsten, das ist ihr neu.

Das Projekt sieht vor, Kinder im ersten Lebensjahr und ihre Eltern zu begleiten. "Danach geht es mit dem Eltern-Kind-Turn-Angeboten weiter", sagt Schönthaler. Der Vorteil für die Kleinen beim VfB: Sie kennen ihre Übungsleiterin bereits, denn die Turnangebote für die Ein- und Zweijährigen leitet sie auch.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Stellenabbau: Bittere Pille für Ratiopharm

Der Mutterkonzern Teva streicht weltweit 14.000 Stellen. Es bleibt vorerst offen, inwieweit Ulm betroffen ist. weiter lesen