"Abendsegen" mit Heeresmusikkorps

"Stille Nacht" mit dem Heeresmusikkorps Ulm und den Ulmer Spatzen: Der Chor wirkte beim Standort-Adventskonzert der Bundeswehr mit.

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"Alle Jahre wieder" musizierten das Heeresmusikkorps Ulm und der Kinder- und Jugendchor der Ulmer Spatzen am Donnerstagabend gemeinsam in der voll besetzten Pauluskirche - das Christuskind war natürlich gemeint, das auf die Erde niederkommt, "wo wir Menschen sind". Denn dass die Spatzen beim Standort-Adventskonzert der Bundeswehr singen, war neu.

Wie das halt so ist unter Musikern: Hans de Gilde, der Dirigent der Spatzen, war eines Tages Major Matthias Prock begegnet. Der Leiter des Heeresmusikkorps hatte in der Heilig-Geist-Kirche auf dem Kuhberg Orgel gespielt, man kam ins Gespräch und beschloss, mal etwas zusammen zu machen, erinnert sich de Gilde. Das Adventskonzert in der Pauluskirche, dessen Spendenerlös für die Soldatentumor- und Unfallhilfe Ulm, die Ulmer Spatzen und die Behindertenwerkstätten der Lebenshilfe Donau-Iller bestimmt ist, war im Übrigen nicht das erste gemeinsame Konzert der beiden Ensembles. Vor rund zehn Jahren, erzählt de Gilde, sei man schon einmal mit der Big-Band-Besetzung des Heeresmusikkorps aufgetreten. Man kennt sich nicht zuletzt, weil Musikerprofis aus der Bundeswehr wie Klarinettist Martin Traub in der Ulmer Musikschule unterrichten.

Beim ersten Konzert der Spatzen mit dem Heeresmusikkorps habe es damals im Chor und der Elternschaft noch "heftige Diskussionen" gegeben, ob man mit den Bundeswehr-Musikern singen solle, meint de Gilde. Das sei diesmal ganz anders gewesen. Er schwärmt von der tollen Atmosphäre dieses Konzerts. Tatsächlich bejubelten sich Spatzen und musizierende Soldaten am Ende gegenseitig - das Publikum war sowieso begeistert.

Militärdekan Gerhard Kern sprach nach dem "Abendsegen" aus "Hänsel und Gretel" von den Schutzengeln, welche die Kinder dieser Welt bräuchten und auch die Soldaten bei ihrem Friedenseinsatz in Afghanistan. Vor dem Adventskonzert hatten einige Bundeswehr-Gegner um Tanja Moll von den Linken eine Mahnwache vor der Pauluskirche aufgestellt, um gegen die "Sympathie-Werbung für das Militär" zu protestieren: "Adventsmusik wird zu kriegerischen Zwecken missbraucht." Drinnen erklangen friedlich "Stille Nacht, heilige Nacht" oder "Leise rieselt der Schnee" - und bei "Adeste fideles" dirigierte auch der zivile Holländer de Gilde das Ensemble.

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Kommentare

14.12.2013 11:12 Uhr

Es gibt keine Entschuldigung: Jeder, der an Gott glaubt, egal welcher Religion er angehört, hat die...

Uranhaltige Munition verseucht die Umwelt, die Angegriffenen und die Soldaten, die mit dieser Munition töten, werden verwundet, erleiden Spätfolgen wie Tumore und Schädigungen des Erbguts.
Erst wird von Steuergeldern die uranhaltige Munition finanziert und nun, nach dem Töten, wird mit Militärveranstaltungen für die Folgen der weltzerstörenden Waffen Spenden gesammelt, für die Linderung der Erbschäden, den Verwundungen und der Tumore.
Religionsgründer, auch Christus! haben sich für ein wertschätzendes Miteinander und für die Beseitigung der Armut eingesetzt. Christus hat zu seiner Zeit das Gotteshaus zornig wieder seiner Aufgabe zugeführt und die 9. Seligpreisung zeigt seine Forderung: "Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen."
Alle Religionen verlangen, dass man nicht lügt, nicht stiehlt und keine falschen Aussagen macht.
Es gibt keine Entschuldigung: Jeder, der an Gott glaubt, egal welcher Religion er angehört, hat die Aufgabe. "Schwerter zu Pflugscharen!"
Die Soldaten können den Demonstranten dafür danken, dass sie das Leben der Soldaten wertschätzen. Beobachtet welche Konzerne an Kriegen verdienen oder wer seine Macht durch Kriegseinsätze ausbaut und welche Begründungen wir von ihnen hören.
Und jeder hat nur ein Leben!
Nachfolgend ein kleines Zitat von Mandela, das etwas sehr wichtiges seiner Haltung gut zum Ausdruck bringt:
Ich wusste ganz klar,
dass der Unterdrücker ebenso frei sein muss
wie der Unterdrückte.
Ein Mensch, der einen anderen Menschen
seiner Freiheit beraubt ist Gefangener seines Hasses,
er ist eingesperrt hinter den Gittern
seiner Vorurteile und seiner Engstirnigkeit. (... )
Als ich die Türen des Gefängnisses durchschritt,
war dies meine Mission:
zugleich den Unterdrückten und den Unterdrücker befreien.

Nelson Mandela (in seiner Autobiographie
"Der lange Weg zur Freiheit")

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