"Zu Besuch bei..." einem Schädlingsbekämpfer aus Ulm
Ulm. „Zu Besuch bei...“ heißt die Serie der SÜDWEST PRESSE Online-Redaktion, in der wir Personen und Orte in Ulm und der Region vorstellen, die viele nicht kennen, jedoch einen Besuch wert sind. Heute: Zu Besuch bei Franz Schädler, einem Schädlingsbekämpfer aus Ulm.
„Kammerjäger“ möchte Franz Schädler nicht genannt werden. Kammerjäger sei ein alter, teilweise auch mit Vorurteilen behafteter Begriff. „Schädlingsbekämpfer“ lautet hingegen die offizielle Berufsbezeichnung, die er und seine Kollegen nach der Ausbildung erhalten. Am häufigsten, fast täglich, hat Schädler es mit Ratten und Mäusen zu tun, die beim Annagen von Kabeln und Isolierungen Gefährliches anrichten können. Doch auch von Speckkäfern, Schaben, Fliegen, Schnecken, Ameisen, Läusen, Wespen und anderem fliegenden, kriechenden und laufenden Getier befreit er Gebäude, Gegenstände und auch Pflanzen.
Mit der Vorstellung, dass Schädlingsbekämpfer nur in Schutzkleidung, Maske und mit Giftflasche auf dem Rücken arbeiten, räumt Schädler auf. „Das gehört nicht zum täglichen Gebrauch, das sind eher Ausnahmen“, erklärt er seine Tätigkeit. Insgesamt versuchen Schädlingsbekämpfer, immer weniger Wirksubstanzen, etwa Giftstoffe, einzusetzen. Eine Alternative biete etwa die von Schädler entwickelte Klimakammertechnik, mit der Holz- und Textilschädlinge abgetötet werden können, ohne die befallenen Gegenstände zu zerstören.
Auch wenn Schädler mit all jenen Tieren zu tun hat, die Menschen üblicherweise aus ihrem Umfeld vertreiben wollen, findet er seinen Beruf nicht eklig, sondern „unheimlich aufregend“. Täglich lerne er neue Menschen kennen und erfahre sehr viel. Biologie, Zoologie, Chemie, Physik, dazu Lebensmittel- und Tierschutzgesetze sowie die Gefahrstoffverordnung: Schädlingsbekämpfer haben es mit verschiedensten Gebieten zu tun, sie benötigen breit gefächertes Wissen. Doch auch Schädler gibt zu: „Zum Glück gibt es Spezialisten, an die wir uns bei Fragen und Unklarheiten wenden können, denn wir können nicht alles wissen.“
Kein Einsatz eines Schädlingsbekämpfers ist wie der andere. Manche Probleme sind in zehn Minuten erledigt, anderen Schädlingen kann er erst nach mehreren Stunden den Garaus machen. Eines ist jedoch stets gleich: Zuerst die Bestimmung, dann die Bekämpfung. Bevor nicht klar ist, um welches Tier es sich handelt, werden keine Behandlungsmaßnahmen eingeleitet. In einem Glasschrank sammelt Schädler alle Tierchen, die Kunden ihm zur Bestimmung mitgebracht haben. „Die verwenden wir auch für die innerbetriebliche Fortbildung der Mitarbeiter“, sagt er über die Insektenvielfalt.
Auch Kurioses erfahren Besucher bei Schädler. Nicht mit Speck oder Käse werden Mäuse in die Falle gelockt, sondern mit Nutella. „Eine Feldmaus kennt Wurst und Speck nicht, doch der Nussgeruch ist ihr bekannt“, erklärt der Schädlingsbekämpfer, der in den Beruf hineingeboren wurde. Schon vor dem Ersten Weltkrieg befreite seine Familie andere vor Ungeziefer. Als offizielles Gründungsdatum der Firma gibt er jedoch den 1. Juli 1946, die Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg, an. Franz Schädler gehört zur dritten Generation in der Firma, Ende des Jahres steigt seine Enkelin mit ein. Er wird sich erst in zwei bis drei Jahren ganz aus dem Geschäft zurückziehen. Dann dürfen die vierte und fünfte Generation den Familienbetrieb weiterführen und die Ulmer von unerwünschten tierischen Besuchern befreien.
Mit der Vorstellung, dass Schädlingsbekämpfer nur in Schutzkleidung, Maske und mit Giftflasche auf dem Rücken arbeiten, räumt Schädler auf. „Das gehört nicht zum täglichen Gebrauch, das sind eher Ausnahmen“, erklärt er seine Tätigkeit. Insgesamt versuchen Schädlingsbekämpfer, immer weniger Wirksubstanzen, etwa Giftstoffe, einzusetzen. Eine Alternative biete etwa die von Schädler entwickelte Klimakammertechnik, mit der Holz- und Textilschädlinge abgetötet werden können, ohne die befallenen Gegenstände zu zerstören.
Auch wenn Schädler mit all jenen Tieren zu tun hat, die Menschen üblicherweise aus ihrem Umfeld vertreiben wollen, findet er seinen Beruf nicht eklig, sondern „unheimlich aufregend“. Täglich lerne er neue Menschen kennen und erfahre sehr viel. Biologie, Zoologie, Chemie, Physik, dazu Lebensmittel- und Tierschutzgesetze sowie die Gefahrstoffverordnung: Schädlingsbekämpfer haben es mit verschiedensten Gebieten zu tun, sie benötigen breit gefächertes Wissen. Doch auch Schädler gibt zu: „Zum Glück gibt es Spezialisten, an die wir uns bei Fragen und Unklarheiten wenden können, denn wir können nicht alles wissen.“
Kein Einsatz eines Schädlingsbekämpfers ist wie der andere. Manche Probleme sind in zehn Minuten erledigt, anderen Schädlingen kann er erst nach mehreren Stunden den Garaus machen. Eines ist jedoch stets gleich: Zuerst die Bestimmung, dann die Bekämpfung. Bevor nicht klar ist, um welches Tier es sich handelt, werden keine Behandlungsmaßnahmen eingeleitet. In einem Glasschrank sammelt Schädler alle Tierchen, die Kunden ihm zur Bestimmung mitgebracht haben. „Die verwenden wir auch für die innerbetriebliche Fortbildung der Mitarbeiter“, sagt er über die Insektenvielfalt.
Auch Kurioses erfahren Besucher bei Schädler. Nicht mit Speck oder Käse werden Mäuse in die Falle gelockt, sondern mit Nutella. „Eine Feldmaus kennt Wurst und Speck nicht, doch der Nussgeruch ist ihr bekannt“, erklärt der Schädlingsbekämpfer, der in den Beruf hineingeboren wurde. Schon vor dem Ersten Weltkrieg befreite seine Familie andere vor Ungeziefer. Als offizielles Gründungsdatum der Firma gibt er jedoch den 1. Juli 1946, die Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg, an. Franz Schädler gehört zur dritten Generation in der Firma, Ende des Jahres steigt seine Enkelin mit ein. Er wird sich erst in zwei bis drei Jahren ganz aus dem Geschäft zurückziehen. Dann dürfen die vierte und fünfte Generation den Familienbetrieb weiterführen und die Ulmer von unerwünschten tierischen Besuchern befreien.
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Autor: Lydia Bentsche | 05.05.2010
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,,Zum Glück sind die schon tot", mag so manch einer bei diesem Anblick denken. Die Frau, die diese Zeitgenossen nach ihrer Rückreise aus dem Urlaub lebend in ihrem Koffer fand, hätte sich das sicherlich auch gewünscht. Foto: Lydia Bentsche
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