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Zahl der DING-Fahrgäste steigt

Aufgrund schwindender Schülerzahlen neue erwachsene Fahrgäste gewinnen, vereinfachte Chipkarten entwickeln und Geburtstag feiern – der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) hat einiges vor in 2013.

CAROLIN STÜWE |

63 Millionen Fahrgäste sind es voraussichtlich, die 2012 im Gebiet des Donau-Iller-Nahverkehrsverbundes (DING) mit dem Bus, der Straßenbahn und mit der Regionalbahn unterwegs waren und noch sind. Das sind etwa eine Million Fahrgäste mehr als im Jahr 2011.

DING-Geschäftsführer Thomas Mügge spricht von insgesamt einem Prozent Zuwachs. Mehr ist nicht drin, weil die Schülerzahlen aufgrund des demografischen Wandels seit dem Jahr 2000 stagnieren und seit 20011 sogar um zwei Prozent gesunken sind. Das wirkt sich deshalb negativ auf die Fahrgastzahlen aus, weil der Schüleranteil immerhin noch die Hälfte aller verlässlichen Fahrgäste ausmacht.

Aufgefangen hat DING den Schülerverlust einmal bei den Studenten, die in Ulm und Biberach das günstige Semesterticket nutzen. Enorme Steigerungen gibt es auch bei den Abo-Jahreskarten, die monatlich abbezahlt werden können. Gut laufe überdies das Geschäft mit dem Seniorenticket 63 plus. Mügge hat weiter beobachtet, dass bei jungen Erwachsenen das eigene Auto nicht mehr das Nonplusultra ist, selbst wenn sie den Führerschein bereits in der Tasche haben. „Deshalb bieten wir Jahreskartenkunden Vergünstigungen bei Car2go und beim Carsharing an, denn wir kooperieren auch mit diesen Unternehmen.“

Damit dies alles in Zukunft buchstäblich noch reibungsloser funktioniert, entwickelt DING gerade eine vereinfachte Chipkarte, die dann in Bus und Bahn nur noch ans Magnetfeld gehalten und nicht mehr in den Automaten gesteckt werden muss. Bis aber das Vorhaben beschlossen ist und alle Automaten und Lesegeräte im gesamten DING-Gebiet ausgetauscht sind, können laut Mügge noch gut zwei Jahre ins Land gehen.

In vier Tagen, am 1. Januar, feiert DING nun erst mal den 15. Geburtstag mit allerhand Aktionen für die treuen Kunden. Denn seit 1998 sind die Fahrgastzahlen – damals sagte man noch „Beförderungsfälle“ – im stets größer werdenden DING-Gebiet von 37 Millionen auf die eingangs genannten 63 Millionen angestiegen. Buslinien wurden verlängert, so dass etwa die Linie 7 heute bis Jungingen fährt. Und um Kosten zu sparen, wurden „massenhaft Parallelkilometer abgebaut“ (Mügge). Das heißt, dass beispielsweise nach Ehingen nicht mehr ganz so viele Busse parallel zur Regionalbahn fahren wie früher.

„Wir sind zufrieden mit den vergangenen 15 Jahren“, sagt der Geschäftsführer. Mit dem Start des Verbundes blieben alle beteiligten Nahverkehrsunternehmen zwar selbstständig, wandten aber den DING-Gemeinschaftstarif an. Der Fahrscheinkauf wurde dadurch nicht nur einfacher, sondern auch günstiger, etwa wegen der finanziellen Unterstützung der betroffenen Landkreise und der beiden Länder Baden-Württemberg und Bayern.

Noch günstiger wird so manches Ticket in den nächsten Monaten aufgrund der Geburtstags-Aktionen.

Das Jubiläums-Handy-Ticket ist ab 1.1. 2013 per Handy erhältlich und gilt bis zum 15. Januar. Es kostet 15 Euro und damit können bis zu fünf Personen unterwegs sein. Mehr unter www.handyticket.de

2013 verlost der Verbund jede Woche 15 Tages-Gruppen-Karten mit einer Extra-Überraschung. Mehr unter www.ding.eu/15jahreding

Jeder, der im DING-Gebiet wohnt und am 1.1. 2013 Geburtstag hat, erhält eine kleine Torte. Aber: Dazu muss er sich per Kopie seines Ausweises – zur Bestätigung des Geburtsdatums – bewerben bei DING, Wilhelmstraße 22, 89073 Ulm.

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