Wie steht es um die Fitness?
Ein Laktat-Test der Uniklinik Ulm gibt Aufschluss über die Kondition: Wer Ziele schneller erreichen möchte, sollte einen Laktattest machen. Danach kann das Training effizienter gestaltet werden.
Autor: SWP |Gewicht reduzieren, Wettkampfzeiten verbessern oder einfach die Gesundheit erhalten: Das beste Training ist individuell und hängt auch von den Zielen ab, die erreicht werden sollen. Es ergibt sich aus einer Kombination von Pulsbereich und Laktatwert. Deshalb ist ein Laktattest für Profisportler eine Selbstverständlichkeit, er bietet aber auch Hobbyläufern gute Orientierung.
Was genau sagt der Laktatwert aus? Damit die Muskeln überhaupt in Gang kommen, brauchen sie das Molekül Adenosintriphosphat (ATP). Es ist das Benzin der Muskeln. ATP entsteht etwa, wenn Glucose verbrannt wird. Solange der Körper für diesen Vorgang genügend Sauerstoff parat hält, kann auch ATP bereitgestellt werden. Bei Anstrengung wird aber kurzfristig mehr ATP benötigt und damit mehr Sauerstoff verbraucht. Für diesen Fall hat der Körper aber einen Notfallplan: Durch eine stärkere Laktatproduktion kann für kurze Zeit sehr schnell viel ATP bereit gestellt werden. Der Nachteil: Die Muskeln werden sauer, die Beine schwer.
Die individuelle Ausdauerschwelle liegt etwa dort, wo sich die Produktion und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht befinden. Bei trainierten Personen dauert es länger bis diese Schwelle erreicht ist.
Ein Laktattest wird bei Belastung ausgeführt: Der Sportler geht etwa aufs Laufband, wo die Belastung nach und nach gesteigert wird. Nach jeder Stufe wird entweder an der Fingerkuppe oder am Ohrläppchen ein Tropfen Blut genommen. Anhand der Ergebnisse wird ein individueller Trainingsplan erstellt.





