Um den Pfeiler gewickelt
Neu-Ulm. Eine 20-jährige Sportlerin des Ulmer Ruderclubs wurde leicht verletzt, als ein Frauen-Achter bei starker Strömung mit einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke kollidierte. Alle konnten sich schwimmend ans Ufer retten.
Zu einem gefährlichen Zwischenfall auf der Donau kam es am Sonntag gegen 15.40 Uhr. Ein Frauen-Achter mit Steuerfrau verfing sich bei kräftiger Strömung in einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke. Alle neun Insassinnen des Boots im Alter von 16 bis 25 Jahren gingen über Bord, konnten aber ans Ufer zurückschwimmen. Eine 20-Jährige verletzte sich bei der Kollision mit dem Pfeiler leicht am Rücken, alle Sportlerinnen sind aber wohlauf.
Zunächst hatte es noch so ausgesehen, als ob eine der Ruderinnen vermisst würde, so dass ein großes Aufgebot an Rettungskräften, auch aus Ulm, vor Ort war. Die Befürchtung bewahrheitete sich aber nicht. "Alle haben viel Glück gehabt", sagte der Einsatzleiter der Neu-Ulmer Polizei, Jürgen Salzmann.
Die Ruderinnen des Ulmer Ruderclubs hatten anscheinend ungeachtet des hohen Wasserstands der Donau eine Trainingsfahrt angesetzt, berichtete Salzmann. Es habe anscheinend keine Hochwasserwarnung seitens der Stadt Ulm gegeben, die für die Überwachung des Wasserpegels zuständig sei. Der Achter hatte dann wohl bereits vor dem Passieren der Brücke Probleme mit einem Kurswechsel. Als noch teilweise die Ruder verklemmten, wurde das Boot manövrierunfähig. Fünf Ruderinnen befürchteten eine Kollision und sprangen ins Wasser.
Ihre Kameradinnen krachten mit dem Boot seitlich gegen den Brückenpfeiler und wurden herausgeschleudert. Dabei verletzte sich die 20-Jährige, die gegen den Pfeiler prallte. Salzmann sagte, das Mädchen habe Glück gehabt, dass sie nicht am Kopf verletzt wurde. So konnten sich alle Ruderinnen ans Ufer retten. Sie erlitten teils Prellungen, standen unter Schock und waren durchgefroren, wurden dann jedoch im Vereinsheim betreut.
Die Einsatzkräfte konnten wegen der starken Strömung das Boot zunächst nicht bergen. Wegen des Hochwassers musste auch beim Donaufest der Fährbetrieb eingestellt werden. Die Schachtelfahrten für Kinder fielen ebenfalls aus. Udo Eberl vom Organisationsteam berichtete, die Donau habe am Freitag lediglich eine so genannte Schüttung von 100 bis 105 Kubikmetern pro Sekunde gehabt. Am Samstag sei die Flussgeschwindigkeit bereits auf 450 Kubikmeter in der Sekunde gestiegen (zur Donaufähre sieht auch Seite 11).
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Autor: FRANK KÖNIG | 30.08.2010
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Mit dem Pfeiler kollidiert und in der Mitte abgeknickt: Der Frauenachter hat nur noch Schrottwert - Gott sei Dank konnten sich alle Ruderinnen trotz des Hochwassers der Donau ans Ufer retten. Foto: Matthias Kessler
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Kommentare (3)
Ulmer Ruderclub
Eine tolle Werbung für den Ulmer Club, der so großzügig von Ulm für seinen Neubau gefördert wurde!!!.Diesen falschen Ehrgeiz gibt es bei den Neu-Ulmer Ruderern nicht, haben sie doch auch eine viel günstigere Anlegestelle.
Von dem unsportlichen, eingebildeten Verhalten der Ulmer Ruderer kann man sich am besten nur absetzen!!!. Ahoi
Geisteskrank Frauen halt wieder
Hallo Hallobei Hochwasseer im Frauenachter.
Sicher waren die Betrunken
Physik
Das Hochwasser macht einem Achter nicht viel aus, denn es befindet sich normalerweise darunter, egal wie hoch es ist. Sich mit einem 16m langen Wasserfahrzeug zu versteuern, kann ebenfalls jedem/jeder passieren. Wenn aber nicht gerudert werden kann (z.b. weil eine Anlage klemmt oder die Mannschaft geflüchtet ist) dann ist jedes Schiff mangels eigenem Vortrieb steuerungsunfähig.