Weiberfasnet mal anders
Ulm. Zwei Jahre fiel die Weiberfasnet aus. Jetzt hat der Frauenring wieder eine Faschingsfeier organisiert: in kleinerem Rahmen und an anderem Ort.
Die Weiberfasnet war für viele Frauen der Höhepunkt der Faschingszeit. Fast 60 Jahre lang hat der Frauenring Ulm/Neu-Ulm die Weiberfasnet organisiert, dann war Schluss. 2010 legten die Frauen eine schöpferische Pause ein, die auch 2011 umfasste. Jetzt starten sie erneut durch, allerdings ein bisschen anders: Am Dienstag wird im Bürgerhaus Mitte eine Kappensitzung gefeiert, natürlich nur für Frauen.
"Es ist eigentlich ein Probelauf", sagt Helga Ludwig, die Vorsitzende des Frauenrings. Der Rahmen ist kleiner, der Termin ist früher, nämlich nachmittags statt abends, und statt großer Verkleidung sind eben Kappen gefragt. Etwas hat sich aber nicht geändert: Die Texte stammen wie immer von Mitgliedern des Frauenrings, die auch die Ausführenden sind. "Da legen wir Wert drauf", sagt die Vorsitzende. Etwa ein Dutzend Frauen wirken mit, ein paar neue sind hinzugestoßen.
Frischen Wind und neue Ideen hatten sich die Mitwirkenden schon vor zwei Jahren gewünscht. Damals waren etliche vom Team in die Jahre gekommen, die Frauen fühlten sich etwas festgefahren. "Wir brauchten eine gewisse Auszeit."
Hinzu kam, dass die Geschäftsstelle des Frauenrings von der Zeitblomstraße umzog in Räume im Bürgerhaus Mitte und also ohnehin viel zu tun war. Auch die Donauhalle sei nach dem Umbau zu teuer geworden, "wir können uns das Foyer nicht mehr leisten", berichtet Schriftführerin Irene Maurer. Da kam es gerade recht, dass das Bürgerhaus Mitte über einen Saal verfügt. "Er hat eine Bühne und einen Flügel", freut sich Helga Ludwig. Allerdings ist er wesentlich kleiner.
Mit 100 Frauen rechnet sie am Dienstag. Etwa 80 haben sich bereits angemeldet. Es gibt Sketche, Bütten und Musik, dazu Kaffee und Kuchen. Als Vorgeschmack ein paar Themen: Rettungspaket für Griechenland, Energiesparen und Stuttgart 21. Außerdem wird Ruth Bochtler geehrt, die seit 40 Jahren eines der aktivsten Mitglieder ist. Für das Catering sorgt die Spitalhofschule, und das hat einen Grund: Mitglieder des Frauenrings geben dort regelmäßig Hausaufgabenhilfe, die Verbindung ist also gut.
Info Die Kappensitzung des Frauenrings am Dienstag, 14. Februar, beginnt um 15 Uhr. Sie findet im Bürgerhaus Mitte, Schaffnerstraße 17, statt.
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Autor: CHIRIN KOLB | 11.02.2012
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