Rekord mit Sahnehäubchen
Ulm. Dank "Winterleuchten"-Bonus hat die Aktion 100.000 und Ulmer helft 715.906 Euro eingespielt. Davon profitieren auch mehr als 100 soziale Einrichtungen der Region. Gestern war Scheckübergabe.
Auf das Spendensammeln folgt die Spendenübergabe: Vertreter der begünstigten sozialen und karitativen Einrichtungen kamen gestern Abend ins Medienhaus, um ihre Schecks in Empfang zu nehmen. Bei einigen war die Summe sogar kurzfristig nach oben korrigiert worden: Der Neujahrsempfang "Winterleuchten" der SÜDWEST PRESSE brachte am Samstag den Spendeneifer noch einmal zum Glühen. Es kamen zusätzlich 25.000 Euro zusammen. Eine schöne Überraschung, dass die bis dahin notierten 690.906 Euro wegen des Nachglühens plötzlich zum vorläufigen Endergebnis geworden waren und dem Rekord spontan das Sahnehäubchen aufsetzten.
Die gestern offiziell von SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur und Aktion 100.000-Schirmherr Hans-Jörg Wiedenhaus bekannt gegebene Rekordsumme wurde mit begeistertem Beifall quittiert. Auch Thomas Brackvogel, Geschäftsführer der Neuen Pressegesellschaft und der SÜDWEST PRESSE, hat es sich nicht nehmen lassen, bei der Übergabe der Schecks dabei zu sein. Wolfgang Hitzler, bei der Stadt Ulm für "Ulmer helft" verantwortlich, betonte, dass sich die seit dem Jahr 2004 bestehende Kooperation mit der Aktion 100.000 bewährt habe.
"Es ist mir ein inniges Bedürfnis, ihnen Dank zu sagen für die soziale, karitative Arbeit, die jeder von ihnen engagiert und herausfordernd tut", sagte Karl Bacherle, der Leiter der Aktion 100.000 und Ulmer helft vor der Übergabe der Schecks. Die Spenden seien das Resultat der "Solidarregion" Ulm, Neu-Ulm und der beiden Landkreise. Von Bürgern über Unternehmen und Vereinen bis zum Künstler - alle setzten sich für die gute Sache ein. Der Aktions-Chef ermunterte dazu, das Netzwerk der Hilfe aktiv zu unterstützen. Die "Andere Baustelle" etwa hat für die Benefiz-Auktion Ulmer Hocker produziert, die Caritas Geschenkkörbe zur Verfügung gestellt.
Die Aktion 100.000 und Ulmer helft hat einen Wirkungsgrad von 100 Prozent. Jeder Cent wird unmittelbar an Bedürftige in Ulm, Neu-Ulm und in den angrenzenden Landkreisen weitergegeben. Die Hilfe greift nicht nur Menschen in besonders prekären Notsituationen unter die Arme. Noch vor Weihnachten sind rund 1700 Spendenschecks an Einzelpersonen und Familien ausgestellt worden, damit sie etwas Luft in ihre Finanzen bekommen.
Und natürlich werden auch soziale und karitative Einrichtungen in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung unterstützt. Dabei ist die Palette so groß wie die Region vielfältig: Sie reicht von der Aktion Wärmestube, die in den Räumen des Ulmer Roten Kreuzes das ganze Jahr über eine Suppenküche betreibt, bis zum Tafelladen in Langenau - und von der Diakonie Neu-Ulm bis zur Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe Donau-Iller in Senden.
Manches soziale Projekt hätte ohne den Zuschuss der Aktion 100.000 und Ulmer helft weniger Gestaltungsspielraum, andere Initiativen existierten vielleicht nicht einmal. Beate Thumm vom "Förderkreis für werdende Mütter in Bedrängnis" bekannte unlängst: "Ohne das Ehrenamt und die Spende der Aktion 100.000 und Ulmer helft würde es uns nicht geben."
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Autor: BIRGIT EBERLE | 07.02.2012
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Große Freude am Abend der Scheckübergabe: Wolfgang Hitzler (Ulmer helft), Werner Mayer (Neue Arbeit), SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Hans-Jörg Wiedenhaus, Susanne Denoix (Guter Hirte), Elisabeth Waibel (Bürger für Bürger, Ehingen) und Aktions-Leiter Karl Bacherle. Foto: Matthias Kessler
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