Tag der Mathematik: Pokale für schnelles Denken und Rechnen

Leben Oscar-Gewinner länger als weniger erfolgreiche Schauspieler? Mathe kann amüsant sein, zeigte der Tag der Mathematik an der Universität Ulm.

EB |

Was machen rund 150 Schülerinnen und Schüler an einem Samstag an der Universität Ulm? Sie rechnen um die Wette. In diesem Jahr hatten sich mehr als doppelt so viele Jugendliche zum Tag der Mathematik angemeldet wie im Vorjahr. Denn außer Einzel- und Gruppenwettbewerben standen anwendungsorientierte Vorträge auf dem Plan. Mittels Biostatistik ermittelte Prof. Jan Beyersmann, ob Oscargewinner länger leben als weniger erfolgreiche Schauspieler. Weiterhin ging es um Quantencomputer und um die Frage, wie man mit Google Maps von Ulm nach Paris kommt.

Jeweils 45 Minuten knobelten die Gymnasiasten im Einzelwettbewerb und später in Dreier- bis Vierergruppen. "Dabei ging es querbeet durch die Mathematik - von Analysis bis Zahlentheorie", sagte Professorin Irene Bouw. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Reine Mathematik hatte den diesjährigen Tag der Mathematik gemeinsam mit Prof. Stefan Wewers und zahlreichen Helfern koordiniert.

Die teilnehmenden Elft- und Zwölftklässler stammten aus dem Ulmer Umland und waren meist mit ihren Mathematiklehrern an die Uni gekommen. "Der Tag der Mathematik ist für unsere Schüler eine schöne Möglichkeit, die Universität kennenzulernen. Wir Lehrer nutzen die Veranstaltung, um uns mit Kollegen und Uni-Dozenten auszutauschen", sagte Dr. Monika Thalmaier. Die Pädagogin vom St. Hildegard Gymnasium kennt den Tag der Mathematik aus ihrer eigenen Studien- und Promotionszeit in Ulm.

Manche Gewinner aus der Vergangenheit studieren tatsächlich später Mathematik in Ulm. Eine vielversprechende Kandidatin ist Teilnehmerin Yvonne Horner. Die Schülerin aus Blaubeuren könnte sich durchaus ein Studium der Mathematik oder Wirtschaftsmathematik in Ulm vorstellen. Schon jetzt nimmt sie an der Begabtenförderung der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften teil.

Die Ergebnisse: Beim Einzelwettbewerb erreichten zwei Schülerinnen und ein Schüler die maximale Punktzahl. Im "Stechen" löste dann Fabian Glöckle die Denksportaufgabe etwas schneller als Julia Dahmen und Carolin Brandt. Sieger im Gruppenwettbewerb wurde das Schubart Gymnasium Ulm mit Fabian Glöckle vor dem Lessing Gymnasium Neu-Ulm und dem Werner Heisenberg-Gymnasium in Garching. Natürlich gabs Pokale.

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