Start für neues Institut in Ulm noch 2010

Stuttgart/Ulm.  "Ich denke, wir kommen dieses Jahr in die Gänge." Uni-Präsident Ebeling auf Ministerpräsident Mappus, der ein Helmholtz-Institut unterstützt.

". . . so wird das Land die Etablierung einer neuen Fraunhofer-Projektgruppe ebenso fördern wie das geplante Helmholtz-Institut an der Universität Ulm für Elektrochemie und Elektromobilität." Dieser Satz in seiner ersten Regierungserklärung, die der neue baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus gestern abgab, weckt in Ulm Hoffnungen. Und er schürt Erwartungen an den Besuch des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Jürgen Mlynek; der gelernte Physik-Professor aus Hannover kommt am Freitag auf den Oberen Eselsberg.

Der Ulmer Unipräsident Karl-Joachim Ebeling ist nach der Regierungserklärung zuversichtlich, dass ein Helmholtz-Institut in Ulm nun rascher realisiert wird als noch im vergangenen Sommer gedacht. Im August 2009 - angeschoben im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung, also durch die Ministerin und Ulmer Bundestagsabgeordnete Annette Schavan (CDU) - war noch von einem Zeitraum von zwei Jahren ausgegangen worden, ehe das Institut etabliert sei. Jetzt glaubt Ebeling, dass mit einem Neubau noch 2010 begonnen werden kann. Dieses Gebäude soll entweder angedockt werden an das bestehende Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW), das bezeichnenderweise an der Helmholtzstraße steht, oder entstehen nahe des geplanten ZSW-Neubaus im Science-Park II.

Das ZSW, das seit 2009 stärker kooperiert mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, liefert mit seinen Forschungsschwerpunkten die Begründung für ein Ulmer Helmholtz-Institut. Vor allem sollen mit dem ZSW und der Uni neue Batterie- und Speichertechnologien entwickelt werden. Ebeling geht von zwei bis drei Professorenstellen und einem Jahresbudget von anfangs vier bis fünf Millionen Euro aus.

Info
Die Helmholtz-Gemeinschaft ist nach eigener Darstellung mit 28 000 Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresetat von 2,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Sie steht in der Tradition des Physikers Hermann von Helmholtz (1821-1894).



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Autor: HANS-ULI THIERER | 11.03.2010

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