Sommerdämpfer trifft Region nur leicht

Ulm/Neu-Ulm.  Die Industrie erholt sich. Im stark von der Produktion lebenden Raum Neu-Ulm geht die Arbeitslosigkeit zurück - trotz ungünstiger Saisoneffekte.

Die positive Wirtschaftsentwicklung hat die Lage am regionalen Arbeitsmarkt weiter verbessert, die Konjunkturprognosen sind überwiegend positiv. Das lässt die Ulmer Agenturchefin Petra Cravaack hoffen, dass der regionale Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten nicht wieder einbricht.

In der Tat sprechen viele Indikatoren für einen stabilen Aufwärtstrend: Trotz der für die Jahreszeit üblichen saisonalen Effekte (Schulende) und quartalsbedingten Kündigungen ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli in Ulm und im Alb-Donau-Kreis nur sehr leicht gestiegen - um 13 auf 6872. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 4,2 Prozent. Im Landkreis Neu-Ulm ging die Arbeitslosenquote sogar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent zurück; die Zahl der Arbeitslosen sank um 27 auf 3361. Ein erfreuliches Ergebnis, "zeigt es doch, dass sich gerade in der industriellen Fertigung die wirtschaftliche Lage wieder gefestigt hat", betont Rudolf Simmler, der Leiter der Agentur für Arbeit Neu-Ulm. Die Daten zu den gemeldeten Stellen zeigen sowohl auf der württembergischen als auch auf der bayerischen Seite eine steigende Tendenz. Und: Es gehen immer weniger neue Anzeigen für Kurzarbeit ein.

Inzwischen beherrschen andere Themen die arbeitsmarktpolitische Diskussion. Der Fachkräftemangel wird als drängendstes Problem beklagt. "Den demografischen Wandel können wir nicht aufhalten", sagt Cravaack, "aber es gibt Handlungsfelder, über die wir dieser Problematik begegnen können." Wichtige Stichpunkte sind aus ihrer Sicht die viel zu niedrige Ausbildungsquote bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund und die durch starre Arbeitszeiten erschwerte Berufsrückkehr für qualifizierte junge Frauen mit Familie.

Für Unternehmen werde eine durchdachte Personalplanung, die auf Ausbildung und Qualifizierung setzt, immer bedeutsamer. Denn die Arbeitsmarktexpertin ist überzeugt: "Gute Fachkräfte zu halten, ist auf jeden Fall einfacher, als sie auf einem immer heißer umkämpften Markt zu rekrutieren."

In den kleinen Geschäftsstellen gingen die Arbeitslosenzahlen ebenfalls etwas zurück: in Blaubeuren um 29 auf 634 (Quote: 3,5 Prozent), in Ehingen um 38 auf 1198 (Quote: 3,8 Prozent).


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: REGINA FRANK | 30.07.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr