Schuhhaus Ratter wechselt in die Ulmer Platzgasse
Ulm. Der traditionelle Handel muss sich neuen Herausforderungen stellen. Das sagte OB Ivo Gönner mit Blick auf den Standortwechsel von Schuh-Ratter.
Firmeninhaber Michael Ratter begründete seine Entscheidung, den gut eingeführten Standort auf der Südseite der Neuen Straße zu verlassen: „Ich wollte einen Standort, der mehr im Kundenstrom liegt.“ Daher habe er das Ladenlokal mit rund 400 Quadratmetern sowie Nebenräume in dem modernen Neubau der BSG Aufbau erworben.
Der Wechsel in die älteste Fußgängerzone der Stadt sei eine „historische Chance“ gewesen, die er keinesfalls versäumen wollte. Michael Ratter führt das Geschäft, das von seinem Urgroßvater im Jahr 1873 als Schuhmacherwerkstatt in der Schwilmengasse gegründet wurde, bereits in der vierten Generation.
Der neue Laden, der auch über eine kleine Café-Theke verfügt, soll nach Ratters Vorstellungen durch wechselnde Events zu einem „Ulmer Treffpunkt“ werden. Das Konzept scheint aufzugehen, jedenfalls zeigte Ratter sich am Eröffnungstag gestern ganz „perplex“ über die hohe Frequenz. Er hat einen siebenstelligen Betrag in den neuen Standort investiert und beschäftigt dort 15 Verkäuferinnen sowie einen Schuhmacher. Das Ladenlokal an der Neuen Straße wird vermietet.
Der Architekt des neuen Ladens, Julian Schoyerer, ein gebürtiger Ulmer und Schulfreund Ratters mit Büro in Mainz, hielt den Umzug beim Abendempfang für „längst überfällig“. Er hat die Verkaufsräume so gestaltet, dass in drei verschiedenen Zonen drei Produktlinien – Classic, Aktiv, Style – präsentiert werden. Durch wechselnde, hinterleuchtete Folien könnten die Verkaufsräume jeweils „neu aufgeladen“ werden. In dem Neubau hat am Donnerstag auch die Ulmer Bäckerei Staib ihre 39. Filiale eröffnet. Viola Staib war selber im Verkauf und sagte, es sei „super angelaufen“.
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Autor: FRANK KÖNIG | 02.09.2010
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