SIE UND WIR: Was uns das Grün wert ist

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt bricht die Zeit an, in der wir glauben, die größten Teile unserer Städte seien zugebaut mit Gartencentern. Die existieren zwar auch in der restlichen Jahreszeit, im Frühjahr aber erscheinen sie uns irgendwie besonders gigantisch, riesengroße Zweckbauten, in denen alles Nütze und Unnütze für Garten und Hof zu haben ist, mit ebenso großen Parkflächen, auf denen aber immer noch mindestens ein Platz frei ist.

Gartencenter würden im Frühjahr nicht so aufblühen, hätte der Mensch nicht großes Interesse am Garten. Dem begegnen wir, indem wir Ende März im überregionalen Teil eine Schwerpunktreihe, einen "Peak" zum Thema Garten starten. Zuvor kommen schon - nämlich heute und auf der übernächsten Seite - zwei Beiträge unserer neuen "Bestandsaufnahme: Stadtgrün". Die "Bestandaufnahme" ist eine Themenreihe, die sich zur Premiere mit den Facetten der Gewalt auseinandergesetzt hatte.

Jetzt also Stadtgrün. Nicht weil Grün die Modefarbe der Saison ist. Vielmehr ist unser Motiv darzustellen, dass zwar nicht überall in der Stadt Platz für Grün sein kann und auch nicht sein sollte, dass aber Stadt und Grün sich selbst in dichten Urbanisationen nicht ausschließen müssen. Unter Federführung der Kollegen Carolin Stüwe und Jürgen Buchta spüren wir letztlich der Frage nach, wie die Städte das Bedürfnis der Menschen nach Grün in und um die Stadt herum stillen.

Bestandsaufnahme Stadtgrün heißt, dass wir - immer samstags - fragen, wie sich Sparzwänge auf Blumenschmuck auswirken. Wir machen eine statistische Bestandsaufnahme über Bäume, Stadtwälder, Grün- und Ausgleichsflächen für Baugebiete. Welche geschützten Biotope und Naturdenkmale existieren vor unseren Haustüren? Kommen in Ulm weitere Stadtgärten? Was wird in Neu-Ulm aus den Flächen der Landesgartenschau?

Das und manches mehr dokumentieren wir. Es grünt so grün in den nächsten Wochen.


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20.03.2010

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