SAGEN SIE MAL: Mit Rösler mal von Arzt zu Arzt

Hallo Herr Schömig. Haben Sie sich heute schon über die FDP geärgert?

ALFRED SCHÖMIG: Ich habe heute noch keine Nachrichten gehört. Spaß beiseite, in den letzten Monaten gab es neben Erfreulichem leider auch vieles zum Ärgern.

In Öhringen haben sich sieben FPD-Gemeinderäte von ihrer Partei losgesagt. Haben Sie darüber auch schon mal nachgedacht?

SCHÖMIG: Nachgedacht ja. Aber es ist nicht mein Weg. Wir in Neu-Ulm wollen Kritik äußern und von der Basis her für Veränderungen sorgen.

Mit wem würden Sie lieber zum Abendessen gehen, mit Westerwelle oder Rösler?

SCHÖMIG: Rösler

Warum mit ihm?

SCHÖMIG: Ich würde gerne einmal von Arzt zu Arzt erfahren, warum es so schwierig ist, sich gegen Pressuregroups durchzusetzen.

Und welchen Marsch würden Sie ihm blasen?

SCHÖMIG: Herr Rösler und ich bevorzugen eher die leisen Töne. Die aber, von uns beiden richtig und klar eingesetzt, können mehr bewirken als ein Radetzkymarsch.

Mal im Vertrauen, es bleibt ja unter uns: Wählen Sie noch die FDP?

SCHÖMIG: Ja

Und wie lange geben Sie der Koalition in Berlin noch?

SCHÖMIG: Die volle Wahlperiode. Die Koalitionäre müssen sich finden. Oder sie sitzen wieder auf den Oppositionsbänken, dann zu Recht.

Im Stadtrat ist alles ganz anders. Welche Klientel bedienen sie?

SCHÖMIG: Darüber berichten Sie ja. Wir versuchen, Politik sozial zu gestalten, wirtschaftlich zu handeln und liberal zu denken. edru


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23.07.2010

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